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Schnelltests: Infrastruktur in NRW soll zügig aufgebaut werden

Tests in Kitas, Schulen und Unternehmen : Infrastruktur für Corona-Tests in NRW soll zügig aufgebaut werden

Nach den jüngsten Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern soll laut NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nun zügig die Infrastruktur für flächendeckende Tests in Kitas, Schulen und Unternehmen aufgebaut werden.

Nach den jüngsten Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern soll laut NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nun zügig die Infrastruktur für flächendeckende Tests in Kitas, Schulen und Unternehmen aufgebaut werden. Dazu werde es am kommenden Samstag eine Sondersitzung des Landeskabinetts geben, kündigte Laschet am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag an.

Die Schaffung einer solchen Infrastruktur sei ein „gigantisches Unternehmen“, betonte der CDU-Parteichef. Neben Impfungen und digitaler Nachverfolgung der Infektionsketten sei die Ausweitung der Tests einer der drei entscheidenden Punkte zur Bewältigung der Pandemie. Zudem solle eine App zur digitalen Nachverfolgung von Infizierten bundesweit geschaltet und mit dem in den Ämtern eingeführten Kontaktpersonen-Management Sormas gekoppelt werden. Am Montag solle eine Entscheidung gefällt werden, welche App genutzt werden soll.

Bund und Länder hatten in der Nacht zum Donnerstag nach etwa zehnstündigen Beratungen eine Öffnungsstrategie zur stufenweisen Aufhebung der strengen Corona-Schutzmaßnahmen beschlossen. Die Öffnungen sollen trotz steigender Infektionszahlen und der Ausbreitung besonders ansteckender Virusmutationen vor allem durch kostenlose Schnelltests und deutlich mehr Impfungen möglich werden. Grundsätzlich sollen alle Bürgerinnen und Bürger Anspruch auf regelmäßige Schnelltests einmal pro Woche haben. Die Kosten dafür trägt der Bund.

Laschet sprach am Donnerstag von einem „Perspektivwechsel“ in der Bekämpfung der Corona-Pandemie, der nicht mehr allein die Inzidenzzahl der Neuinfektionen im Blick habe und es mit einem Kurs aus „Maß und Mitte“ möglich mache, regional unterschiedlich auf die Entwicklung der Infektionen zu reagieren. Mittlerweile könnten die kommunalen Gesundheitsämter die Infektionsketten auch jenseits eines Inzidenzwertes von 50 nachverfolgen, erklärte der Ministerpräsident. Zudem solle die Zahl der Corona-Schutzimpfungen deutlich ausgeweitet werden, ab April dürften auch Haus- und Amtsärzte die Impfungen durchführen. Überdies werde vermutlich noch im März eine vierter Impfstoff, ein Serum der Firma der Johnson & Johnson, zugelassen.

(bsch/epd)