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Schnee und Glätte in NRW behindern Berufsverkehr und Autobahnen am Mittwoch

Winterliches April-Wetter : Schneefall in NRW auch am Mittwoch – Polizei warnt vor Glatteis

In Nordrhein-Westfalen bleibt es vorerst frostig. Auch in der Wochenmitte kann es in der Region schneien und regnen. Autofahrer müssen sich auf mehrere Zentimeter Schnee und glatte Straßen einstellen. Erste Straßen mussten wegen Unfällen gesperrt werden.

In Teilen von Nordrhein-Westfalen hat die Polizei am Mittwochmorgen vor glatten Straßen gewarnt. Im Kreis Warendorf stellte sich auf der Bundesstraße 475 zwischen Ennigerloh und Westkirchen ein Sattelschlepper quer, wie die Polizei am Morgen mitteilte. Dieser konnte innerhalb von etwa einer Stunde geborgen werden. Zunächst wurde mitgeteilt, dass die Sperrung bis in die Morgenstunden dauern könnte. Verletzt wurde laut eines Polizeisprechers niemand. Auch ein größerer Sachschaden sei nicht entstanden.

In Datteln (Kreis Recklinghausen) rutschte ein Lkw in einen Graben. Dadurch sei eine Leitplanke beschädigt worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Auch in den Stadtgebieten von Duisburg und Hamm warnten die Beamten vor glatten Kurven und Brücken. In Duisburg seien mehrere Brücken gesperrt worden. Die Polizeien in Detmold und Düsseldorf meldeten, dass Streuwagen im Einsatz seien. Zu Unfällen sei es dort aber nicht gekommen.

Dem DWD zufolge sinkt die Temperatur am Mittwoch weiter Richtung 0 Grad, dazu falle bis ins Flachland Schnee. Mancherorts sei auch mit Graupel und Gewittern zu rechnen, sagte eine Meteorologin. In der Nacht auf Mittwoch sei mit überfrierender Nässe zu rechnen. Der stärkste Schneefall wird laut Wetterdienst zwischen 6 und 7 Uhr erwartet – und trifft damit viele Pendler. Im Bergischen Land rechne man mit mehr als 10 Zentimetern Schnee, im Flachland mit etwa 3 Zentimetern, so die Meteorologin. Im Verlauf des Vormittags werde es dann etwas wärmer.

Schneefall in der Nacht hat in Teilen von Nordrhein-Westfalen auch schon am Dienstagmorgen den Berufsverkehr behindert. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes hatte es rund drei Stunden teils heftig geschneit. Dabei seien in den höheren Lagen zwischen 3 und 10 Zentimetern liegen geblieben, am Kahlen Asten sogar bis zu 20 Zentimeter.

Für die kommenden Tage kündigen die Meteorologen weiterhin typisches wechselhaftes Aprilwetter an. Bis zum Wochenende werde es in Nordrhein-Westfalen nicht viel wärmer. Erst am Wochenende werde es mit 12 bis 15 Grad etwas milder. Mit einem deutlichen Anstieg der Temperaturen sei erst in etwa zwei Wochen zu rechnen.

In ganz NRW gab es am Dienstag aufgrund der Witterung zahlreiche Unfälle: Rund um Paderborn sorgte der Wintereinbruch an Ostermontag und in der Nacht auf Dienstag für mehrere Unfälle auf glatten Straßen. Mehrere Autos kamen von der Straße ab. Eine 31 Jahre alte Fahrerin kam ins Krankenhaus. Zum Teil gab es heftige Blechschäden. Bei Altenbeken rutschte ein Lastwagen in die Leitplanken.

Im Kreis Olpe wurde eine 22-Jährige bei einem Unfall auf schneeglatter Fahrbahn verletzt, als sie mit ihrem Auto am Montagabend in den Gegenverkehr rutschte. Die Polizei in Dortmund vermeldete für die Autobahnen in Richtung Kassel (A44) und ins Sauerland (A445) viele Unfälle innerhalb weniger Stunden. Dabei wurden zwölf Menschen leicht und zwei schwer verletzt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 120.000 Euro. Auf der Sauerlandlinie (A45) kam es am Dienstagmorgen wegen des Schnellfalls zu zahlreichen Behinderungen.

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(mba/chal/dpa)