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Schnee in NRW: Auch alternative Ausflugsziele zu Winterberg nutzen

Schnee in NRW : Winterzauber gibt es nicht nur in Winterberg

50 Zentimeter Neuschnee und Corona-Inzidenzen von bis zu 500 – ist da ein Ausflug ins Schneegebiet ratsam? Verboten ist es nicht, und das ist auch gut so. Trotzdem sollten Winterfans gerade am letzten Ferienwochenende einige Punkte beachten.

Es ist eigentlich ein schönes, verspätetes Weihnachtsgeschenk vor allem für Familien: Laut Wetterbericht für Nordrhein-Westfalen beschert Tief „Barbara“ der Region am Samstag und Sonntag jede Menge Schnee, zumindest für höhere Lagen ab 400 Metern. Für die Wintersportregion um Winterberg bedeutet das einen halben Meter Neuschnee, auch in der Eifel soll es bis zu 40 Zentimeter Neuschnee geben. Im Rest des Landes bleibt es ungemütlich nass und kalt mit viel Regen. Klar, dass viele damit liebäugeln, am letzten Ferienwochenende noch einmal Winterzauber mit den Kindern zu erleben, praktisch vor der Haustür.

Vor einem Jahr konnte man dem Chaos zusehen, man konnte es sogar vorhersehen: Tausende Tagestouristen machten sich trotz Warnungen und mitten im Lockdown immer wieder auf den Weg ins beliebte Schneegebiet im Sauerland, sorgten für kilometerlange Staus, Menschenmassen auf den Rodelpisten und unangenehme Randaspekte wegen geschlossener WC-Anlagen. Mit Straßensperrungen, Betretungsverboten und Bußgeldern versuchten Polizei und Ordnungsamt der Lage Herr zu werden – oft bei mäßiger Einsicht seitens der Winterfans. Diese Bilder braucht es nicht nochmal, so viel steht fest.

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Natürlich ist es jetzt eine andere Ausgangslage: Es gibt keinen Lockdown, klare 2G-Regelungen und insgesamt eine moderate Impfquote auch der Geboosterten. Gleichwohl ist die Situation nicht weniger ernst, die Omikron-Variante hat die Infektionszahlen vor allem in NRW sprunghaft ansteigen lassen – Düsseldorf und Wuppertal liegen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 500 erschreckend hoch. Auch der Blick auf die Nachbarn in den Niederlanden, wo Omikron bereits dominiert, ist beunruhigend: Der Sieben-Tage-Wert nähert sich trotz strengen Lockdowns mit Ausgangsbeschränkungen der 800er Marke. Verboten ist es den Niederländern im Übrigen nicht, in Deutschland Ski zu fahren.

Wer am Wochenende unbedingt in den Schnee möchte, sollte sich dessen bewusst sein. Trotz 2G-Regelung, trotz Corona-Impfung bleibt ein Risiko, auch weil die Gastronomie geöffnet hat und man sich vielleicht nicht nur draußen aufhält. Das Sikliftkarrussell Winterberg warnt außerdem davor, spontan anzureisen – ohne Online-Ticket sollte sich also niemand auf den Weg machen, weil die Pisten im Zweifel schon voll sind. Ohnehin gibt es viele kleinere Orte im Sauerland oder der Eifel für den Schneespaß, auf die Familien ausweichen können und sollten. Da ist etwa der Rothaarsteig im Wittgensteiner Land oder das Skigebiet „Weißer Stein" im Kreis Euskirchen. Dass der Winterzauber nicht im Winterberg-Chaos endet, liegt – wie so vieles – in der Eigenverantwortung jedes einzelnen.