Volle Praxen, hoher Krankenstand Die Scharlach-Welle erreicht NRW

Düsseldorf · Nach Corona und Influenza sorgen nun Streptokokken-Infektionen für viele Patienten in den Praxen. Erste Schulen schließen oder gehen in Distanzunterricht. Auch der Einzelhandel leidet unter Personalausfällen.

 Medikamente und ein Fieberthermometer liegen auf einem Nachttisch. (Symbol)

Medikamente und ein Fieberthermometer liegen auf einem Nachttisch. (Symbol)

Foto: dpa/Maurizio Gambarini

Immer neue Infektionswellen suchen Nordrhein-Westfalen heim. Nach Corona-, RS- und Influenza-Viren sorgen nun auch vermehrt Streptokokken-Bakterien für Infektionen. „Die Wartezimmer sind voll, die Infektionszahlen mit Influenza, sonstigen Viren, aber auch Bakterien sind hoch. Wir stellen langsam steigende Zahlen an eitrigen Halsinfektionen fest“, sagte Oliver Funken, Chef des Hausärzte-Verbands Nordrhein, unserer Redaktion. Diese seien oft Zweitinfektionen nach Virusinfektionen und verbreiteten sich über die Familien. Die Zahl der Krankschreibungen sei insgesamt deutlich höher als sonst im Winter üblich. „Es handelt sich um eine enorme Infektionswelle, die auch jetzt bei den Verwandtschaftsbesuchen an den Feiertagen nochmals zunehmen könnte“, so Funken weiter. Manchmal folge die bakterielle Infektion direkt auf Corona.