Drei Männer starben in Ennepetal Sauna-Tod vermutlich durch Alkohol und Müdigkeit

Hagen · Die drei Männer, die nach einer Nikolausfeier in Ennepetal in einer Sauna starben, wurden vermutlich Opfer von Alkohol und Müdigkeit. Das hat ein toxikologisches Gutachten ergeben.

 In diesem Haus starben die Männer nach einer Nikolausfeier.

In diesem Haus starben die Männer nach einer Nikolausfeier.

Foto: dpa, Caroline Seidel

Das Rätsel um den Tod von drei Männern in einer Sauna nach einer Nikolausfeier ist weitgehend gelöst. Bei dem Trio aus Ennepetal seien Alkoholkonzentrationen von mindestens 2,3 Promille gemessen worden, teilte am Freitag die Staatsanwaltschaft Hagen mit. Aufgrund des Alkohols seien die übermüdeten Männer mutmaßlich in der Sauna des Chefs eingeschlafen und dann einem Herz-Kreislaufversagen erlegen. Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es bislang nicht.

Waren Drogen im Spiel?

"Die Ermittlungen sind aber noch nicht abgeschlossen", sagte Oberstaatsanwalt Gerhard Pauli. Bislang sei erst auf Alkohol getestet worden. Die toxikologischen Gutachten sollen fortgesetzt werden. Demnach könnten auch noch andere Gifte wie Drogen im Spiel gewesen sein. Dazu wollte sich die Staatsanwaltschaft aber nicht weiter äußern. Einen Alkoholaufguss in der Sauna, so Pauli, habe es aber nicht gegeben. Auch eine Kohlenmonoxidvergiftung durch einen Gerätedefekt schließt er aus.

Die Nikloausfeier zog sich in dem metallverarbeitenden Betrieb bis in die Morgenstunden hin. Anschließend lud der Chef einen Mitarbeiter und einen Bekannten noch in seine Privatsauna ein. Stunden später entdeckte der in der Nähe wohnende Bruder des Chefs am Mittag die drei Leichen. Die 48, 38 und 36 Jahre alten Männer lagen zusammengesunken auf den Bänken der Elektrosauna. Die Tür zur Sauna war geschlossen, aber problemlos zu öffnen. Äußere Verletzungen waren nicht erkennbar.

(lnw)
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