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Dauerstreit um Braunkohleabbau

Hambacher Forst bleibt laut RWE erhalten

Der Tagebau Hambach schiebt sich an den Hambacher Forst. FOTO: dpa / Federico Gambarini

Essen Der Energiekonzern RWE widerspricht Berichten über eine Gefährdung des Hambacher Forsts durch den geplanten Braunkohleabbau. Die Pressestelle schrieb am Montag auf Twitter: „Der #HambacherForst wird erhalten, aber nicht in einer Insellage.“

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) drängte den Energiekonzern, rasch Klarheit über seine Pläne zu schaffen. Dabei müsse RWE auch die Belange von Bürgern, Kommunen und Region berücksichtigen. So müsse der für den Wald wichtige Wasserhaushalt gesichert werden.

Umweltschützer hatten zuvor Befürchtungen geäußert, der Hambacher Forst könne trotz anderslautender Ankündigungen bei der Kohle-Einigung zwischen Bund, Ländern und Energiekonzernen keine Zukunft haben. Der NRW-Umweltverband BUND warnte, dass RWE um den Wald herumbaggern und ihn in eine Halb-Insellage bringen könnte, die letztlich seine weitere Existenz in Frage stelle.

Die Befürchtungen der Umweltschützer stützen sich nicht zuletzt auf eine Äußerung von RWE-Chef Rolf Martin Schmitz, wonach RWE davon ausgeht, dass die zu beiden Seiten des Tagebaus gelegenen Dörfer Morschenich und Manheim weiterhin abgebaggert werden. Der Konzern müsse „Erdmassen von hinter dem Wald nutzen, um die entsprechende Rekultivierung und die entsprechenden Böschungen herstellen zu können“, hatte Schmitz vergangene Woche vor Journalisten gesagt.

Unterdessen steckten Unbekannte am Sonntagabend auf einem Feld am Hambacher Forst zwei Trafohäuschen in Brand. Nach Angaben der Polizei Aachen entstand ein Schaden von mehreren zehntausend Euro.

(seda/dpa)