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Ruhige Silvesternacht für Polizei

Bilanz des Jahreswechsels : Ruhige Silvesternacht für die NRW-Polizei

Die Silvesternacht ist für die Polizei in NRW insgesamt ruhig verlaufen. Es gab 718 Einsätze weniger als im Vorjahr. Im Zeitraum von Mittwoch um 18 Uhr bis Donnerstag um sechs Uhr mussten die Beamten insgesamt 2756 Mal ausrücken.

Die Polizei schritt bei 616 Körperverletzungsdelikten ein und nahm 319 Sachbeschädigungen und 215 Eigentumsdelikte auf. Auch bei Bränden musste die Polizei unterstützen. 262 mal rückten die Beamten zur Unterstützung der Feuerwehr aus.

Auch in Düsseldorf musste die Polizei weniger häufig ausrücken als noch im Vorjahr. Hier kam es zu keinen großen Einsätzen und die Silvesternacht verlief insgesamt auch hier friedlich.

In Mönchengladbach rückte die Polizei insgesamt fast 200 Mal aus. Besonders heikel wurde es gegen 1 Uhr an der Marienkirchstraße in Eicken: Hier gab es ein Gasleck an einer Erdleitung. Die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab, um den Schaden beheben zu können. Doch Schaulustige missachteten die Absperrungen und warfen ihre Zigarettenkippen trotz Brandgefahr achtlos auf den Boden.

In Leverkusen kam es neben mehreren kleinen Einsätzen zu zwei größeren Bränden. In einem Carport brannten zwei Autos völlig aus. Die Feuerwehr schließt Feuerwerkskörper als Brandursache nicht aus. Außerdem brannte es in einem Mehrfamilienhaus. Verletzt wurde bei den Bränden niemand.

In Duisburg hatte die Polizei viel zu tun. Die Beamten rückten zu 30 Körperverletzungsdelikten, 17 Sachbeschädigungen, überwiegend durch Feuerwerkskörper an geparkten Fahrzeugen, und 47 Ruhestörungen aus.

  • Silvester-Bilanz der Feuerwehr Leverkusen : Brennende Autos und Feuer in Mehrfamilienhaus
  • Mönchengladbach : Gas strömt aus: Rauchende Schaulustige gefährden Polizeieinsatz
  • Jahreswechsel in Viersen : Nur wenige Polizeieinsätze an Silvester

Im Kreis Heinsberg kam es insgesamt zu 59 Einsätzen. Vermutlich wegen der Gasexplosion in einem Keller eines Einfamilienhauses, wurde ein Mann schwer verletzt.

In Köln musste die Polizei vorwiegend bei Ruhestörungen und Körperverletzungen eingreifen. Außerdem fiel kurz nach dem Jahreswechsel eine Frau von einem Partyschiff in den Rhein. Ein Mann sprang hinterher, um sie zu retten. Die Frau schwebte am Donnerstag noch in Lebensgefahr.

Rund 20 Mal kam die Polizei in Viersen Silvester bedingt zum Einsatz. Bei einer Schlägererei wurden vier Personen leicht verletzt.

In Krefeld biss ein betrunkener Mann einen Polizisten in den Oberschenkel. Insgesamt rückte die Polizei 177 Mal aus, die Feuerwehr fuhr 14 Einsätze.

Insgesamt kam es in ganz NRW zu 69 Hausfriedensbrüche, 597 Ruhestörungen, 71 Fälle von häuslicher Gewalt und 380 Hilfeersuchen. 227 Personen sahen sich nicht mehr in der Lage den Weg nach Hause zu finden und mussten die Hilfe der Polizei in Anspruch nehmen. Dabei spielte laut der Polizei vor allem Alkohol häufig eine Rolle.

(skr)