Rösrath: Schule bleibt nach Vandalismus geschlossen

Ermittlungen in Rösrath: Unbekannte verwüsten Gymnasium - Schüler bekommen frei

Eine Schule in Rösrath bei Köln hat wegen Vandalismus den Unterricht absagen müssen. Am Wochenende waren Unbekannte eingebrochen, hatten Scheiben eingeschlagen, Elektrogeräte zerstört und das Gebäude verdreckt.

Unbekannte hätten sich zwischen Sonntagnachmittag und dem frühen Montagmorgen Zutritt zu dem Gymnasium verschafft und dort großflächig gewütet, berichtete die Polizei. Aufgrund der Verwüstung entschied die Schule, den Unterricht zu Wochenbeginn auszusetzen - die Schüler wurden nach Hause geschickt. Man könne „die Sicherheit im laufenden Betrieb nicht mehr gewährleisten“, hieß es in einer Mitteilung an die Eltern.

Die Täter drangen den Angaben zufolge durch ein Fenster in die Schule ein. Dort schlugen sie Scheiben ein, verteilten Eier, Mehl und Margarine, entleerten Feuerlöscher und rissen zum Beispiel auch einen Beamer von der Decke. Polizisten fanden mehrere beschädigte Elektronikgeräte, darunter auch Monitore. „Das ist kein Streich mehr“, sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei ermittele wegen Hausfriedensbruch und gemeinschädlicher Sachbeschädigung. Der „Express“ und der „Kölner Stadt-Anzeiger“ hatten darüber berichtet.

Die Höhe des Schadens war zunächst unklar, die Polizei bezeichnete ihn aber als hoch. „Die Schüler mussten nach Hause geschickt werden, damit eine vernünftige Tatortermittlung und anschließend auch die Reinigungsarbeiten stattfinden konnten“, sagte Rösraths erste Beigeordneter Ulrich Kowalewski. Der Unterricht werde aber am Dienstag weitergehen. In dem Gymnasium sei bereits vor den Pfingstferien randaliert worden, allerdings in kleinerem Umfang, sagte Kowalewski. Damals sei die Bibliothek betroffen gewesen. Schüler habe man da noch nicht nach Hause schicken müssen.

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Die Polizei ging zunächst davon aus, dass die Täter auch in die Schule uriniert hatten. Das stellte sich später allerdings als falsch heraus, wie eine Sprecherin sagte. Bei den gefundenen Flecken handelte es sich demnach um Reste des Feuerlöscherinhalts.

Zeugen wurden aufgerufen, sich bei der Kriminalpolizei zu melden.

(hsr/dpa)
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