Robbe im Rhein bei Krefeld: Diese ungewöhnlichen Tiere bewegten NRW

Robbe, Wal und Kaiman : Diese ungewöhnlichen Tiere bewegten die Menschen in NRW

Ein Kaiman in Dormagen, ein Beluga-Wal in Düsseldorf oder wie am Montag geschehen, eine Robbe in Krefeld: Immer wieder tauchen die kuriosesten Tiere in NRW auf. Ein Überblick.

Es gibt Momente, da traut man seinen Augen nicht. So muss es einigen Krefeldern ergangen sein, die am Montag im Rhein eine Robbe schwimmen sahen. Die Tiere halten sich normalerweise in der rund 270 Kilometer entfernten Nordsee auf - und nicht nahe Krefeld. Es war nicht die erste Robbe, die diesen weiten Weg auf sich genommen hat. Vor sechs Jahren wurde bereits eine Robbe am Medienhafen in Düsseldorf entdeckt.

Die Krefelder Robbe ist nicht das einzige ungewöhnliche Tier, das NRW auf Trab hält. Im Juli 1994 hielt „Sammy“ Dormagen und ganz Deutschland in Atem. Fünf Tage lang suchten Angler, Feuerwehr und Freiwillige nach dem entwischten Kaiman im Straberger See. Sein Besitzer entspannte damals beim Sonnenbaden, als „Sammy“ von der Leine entwischte. Zwischenzeitlich sollte das Tier sogar abgeschossen werden. Dagegen wehrten sich jedoch zahlreiche Bürger. Schließlich konnte ein Taucher das „kleine Krokodil“ retten und an Land bringen. 2013 starb es in einer Alligatorenfarm im hessischen Friedberg.

Am 18. Mai 1966 funkte die Besatzung eines Tankschiffs an die Wasserschutzpolizei in Duisburg das schier Unglaubliche: „Weißer Wal im Rhein gesichtet.“ Die Polizei glaubte erst, die Männer an Bord seien betrunken. Dann aber entdeckten auch die Beamten den etwa vier Meter langen, strahlend hellen Beluga-Wal im trüben Rhein. Die Sensation war perfekt.

„Moby Dick“, wie der Wal nach dem gleichnamigen Roman genannt wurde, elektrisierte die Menschen. Der damalige Direktor des Duisburger Zoos wollte das exotische Tier fangen, die Mehrheit aber wünschte dem verirrten Wal die Freiheit. Von Duisburg bis hinter Bonn standen die Menschen in Scharen am Flussufer. Jeder wollte „Moby Dick“, das große, kälteliebende Säugetier aus der Arktis, erblicken.

Bei Tieren, die nicht entlaufen sind, sondern in freier Wildbahn leben, raten Experten unbedingt dazu, sie in Ruhe zu lassen. Meist finden sie selbst den Weg zurück in ihren eigentlichen Lebensraum.

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