Rheine: Pastor muss wegen Kurznachrichten an Jugendliche gehen

Werbungsversuche für kirchliche Angebote: Pastor muss wegen Kurznachrichten an Jugendliche gehen

Weil er Jugendlichen zu viele fromme SMS und Whatsapp-Nachrichten schickte, ist ein Pastor aus Rheine vom Dienst entpflichtet worden. Das Bistum spricht von "völlig unangemessenem" Verhalten.

Bei den elektronischen Nachrichten sei es nicht um sexuelle Inhalte oder strafrechtlich relevante Dinge gegangen, sagte ein Sprecher des Bistums Münster. Der 52-jährige Priester habe einzelne Jugendliche mit häufigen Handynachrichten für Wallfahrten, Besinnungstage oder andere geistliche Angebote gewinnen wollen. Die jungen Menschen "fühlten sich unwohl damit".

In einer Erklärung wertete das Bistum Münster das Verhalten von Pastor Gereon Beese in Inhalt und Form als "völlig unangemessen und unklug für einen Geistlichen". Wegen desselben Verhaltens habe der Priester bereits im April vergangenen Jahres die Pfarrei Lippetal verlassen. Nun solle er zur Fortführung und Vollendung einer Therapie in ein Kloster gehen.

(KNA)