Hochwasserkatastrophe 2021 86-jährige Rheinbacherin soll 80.000 Euro Fluthilfe zurückzahlen

Rheinbach. · Die Zerstörungen nach der Flut 2021 haben viele Betroffene finanziell ruiniert. Der Wiederaufbauhilfe-Fonds sollte die Folgen abmildern. Eine Rheinbacher Seniorin hatte Geld bewilligt bekommen – doch nach Abschluss der Arbeiten an ihrem Haus folgte das dicke Ende.

Rheinbach nach der Flut: das Wasser hatte auch dort gewütet. Die betroffene Seniorin wohnt nicht in dieser Straße. (Symbolbild)

Rheinbach nach der Flut: das Wasser hatte auch dort gewütet. Die betroffene Seniorin wohnt nicht in dieser Straße. (Symbolbild)

Foto: Gerda Saxler-Schmidt

Das Haus von Maria Helene Wolf liegt mitten in Rheinbach, einem Städtchen südwestlich von Bonn. Und doch gibt es an der Straße viel Grün: Sträucher, Bäume und Gräser, die direkt gegenüber den Gräbbach säumen. Was im Alltag ein bisschen Farbe bringt, war in der Flutnacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 fatal: Das Wasser stand im unteren Geschoss, zerstörte Einrichtungen, beschädigte Böden und Wände. Jetzt, fast drei Jahre nach der Katastrophe, könnte die Seniorin damit abschließen. Der Wiederaufbau ist geschafft, die Baustelle abgearbeitet, finanziert über die Wiederaufbauhilfen. Die zu beantragen schien einfach. Doch nun, zur Schlussabrechnung, kam das dicke Ende: Maria Helene Wolf soll rund 80.000 Euro der erhaltenen Hilfsgelder zurückzahlen. Die zuständige Bezirksregierung Arnsberg hat etwas auszusetzen an eingereichten Handwerkerrechnungen.