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Gründer des WDR-Verkehrsfunks: Radio-Ikone Alfred Zerban gestorben - Erfinder der "Marterstrecke"

Gründer des WDR-Verkehrsfunks : Radio-Ikone Alfred Zerban gestorben - Erfinder der "Marterstrecke"

Alfred Zerban, der Gründer und langjährige Leiter der WDR-Verkehrsredaktion, ist am Mittwoch im Alter von 80 Jahren gestorben. Das teilte der Sender am Freitag in Köln mit. 1970 hatte Zerban den Verkehrsfunk-Service ins Leben gerufen, um Autofahrer auf Autobahnen über die aktuelle Verkehrslage zu informieren. "Damals ein absolutes Novum", schrieb der WDR.

Dem breiten Publikum in Nordrhein-Westfalen wurde der gebürtige Essener als Moderator der Sendung "Freie Fahrt ins Wochenend" bekannt. Diese Sendung lief 25 Jahre lang immer samstagvormittags auf WDR 2. Die beliebteste Rubrik waren die Autotests auf der "Marterstrecke", einer Buckelpiste in der Wahner Heide bei Köln. Darauf folgte dann stets Zerbans Mahnung: "Fahren Sie bitte vorsichtig - immer!"

Zerban gilt sogar als "Vater der Tempo-30-Zone". So schrieb der "Spiegel" 1976: "Fast jeden Samstagvormittag agitiert Zerban in seiner vielgehörten UKW-Sendung "Freie Fahrt ins Wochenend" für die Herabsetzung der örtlichen Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 auf 30 km/h." Zuletzt fand Zerban allerdings, dass die Idee ausgeartet war und viel zu viele Tempo-30-Zonen eingerichtet worden waren.

(lnw)