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Prozess um ungeklärten Mordfall in Aachen: „Ich wollte es nicht wahrhaben“

Prozess um ungeklärten Mordfall in Aachen : „Ich wollte es nicht wahrhaben“

Im Prozess um einen seit 25 Jahren ungesühnten Mordfall in Würselen hat die Ex-Frau des Bruders des inzwischen verstorbenen angeblichen Mittäters ausgesagt. Ihr Bruder habe ihr damals detailliert von der Tat berichtet. Glauben wollte sie daran aber nie.

Unter Tränen hat im Prozess wegen eines Mordes vor fast 25 Jahren in Aachen eine Zeugin ausgesagt. Seinerzeit habe sie detailliert von ihrem Ex-Mann gehört, dass dessen Bruder mit einem Komplizen einen Mann umgebracht habe, sagte die heute 56-jährige Angestellte am Mittwoch im Landgericht Aachen. „Ich wollte es nicht wahrhaben“, es habe nie Berichte über einen Toten gegeben, sagte die Frau. In dem Prozess ist ein 51-jähriger Mann wegen Mordes angeklagt. Er soll 1996 zusammen mit einem Komplizen - dem inzwischen gestorbenen Ex-Schwager der Zeugin - einen Wohnmobilhändler in Würselen bei Aachen grausam und aus Habgier getötet haben. Der Angeklagte schweigt in dem Prozess.

„Wie soll man das glauben, wenn es keinen Toten gibt?“, schilderte die Frau nach der Erzählung über die Gewalttat. Erst durch einen Beitrag in der Fahndungssendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ über ein seit über 20 Jahren nicht identifiziertes Mordopfer habe sich das geändert. Der Ex-Mann gab den Hinweis auf die Identität des Toten und auf den Angeklagten. Der Schwager habe damals ihrem Ex-Mann von der Tat erzählt: Dass mit einem Hammer auf das Opfer eingeschlagen wurde und, als der Mann nicht starb, der angeklagte Deutsche einen Strick genommen habe, um den Mann zu töten.

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Mit dem heute 51 Jahre alten Angeklagten hatte die Frau seinerzeit ein kurzes Verhältnis. Sie habe ihn nach der Gewalttat gefragt, doch er habe das abgewehrt. Der Tote war vor fast einem Vierteljahrhundert mehr als 100 Kilometer von Aachen entfernt in einem Wäldchen am Niederrhein gefunden worden - über 20 Jahre war er nicht identifiziert.

(th/dpa)