Prozess in Köln: Bewährungsstrafen für Fotografen Grönemeyer gefordert

Prozess in Köln : Bewährungsstrafen für Grönemeyer-Fotografen gefordert

Im Verfahren gegen zwei Pressefotografen wegen falscher Beschuldigungen gegen Herbert Grönemeyer hat die Staatsanwaltschaft Bewährungsstrafen gefordert. Die Verteidigung fordert Freispruch.

Während die Staatsanwaltschaft im Grönemeyer Prozess achtmonate Bewährung für beide angeklagten Fotografen fordert, plädiert die Verteidigung hingegen auf Freispruch für die beiden 37 und 39 Jahre alten Männer. Am 7. März wird das Urteil gesprochen.

In dem Verfahren geht es um eine Begegnung auf dem Flughafen Köln/Bonn im Dezember 2014. Auf einem im Internet veröffentlichten Video, das einer der beiden Fotografen gemacht hat, ist zu sehen, wie Grönemeyer auf ihn zuläuft und ruft: „Fuck off! Fuck off! (Hau ab!) Ich bin privat hier, du Affe!“ Dann ist kurzzeitig kaum etwas zu erkennen. Anschließend läuft Grönemeyer auf den anderen Fotografen zu und packt ihn - so wirkt es jedenfalls - im Nacken. Der Mann geht zu Boden, Grönemeyer ruft „Geh nach Hause!“.

Die beiden Fotografen zeigten den Musiker hinterher an und behaupteten, er habe sie angegriffen und verletzt. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft wollten die beiden Männer Grönemeyer mit ihrem Auftreten bewusst provozieren und zu einem Ausraster verleiten. Der Sänger habe mit seinem Vorgehen gegen die Fotografen lediglich verhindern wollen, dass von seiner Lebensgefährtin und von seinem Sohn Fotos gemacht wurden. Er habe sich somit in einer Nothilfe-Situation befunden. Die Verteidigung bestritt, dass die Angeklagten Grönemeyer planmäßig provoziert hätten.

(kron/dpa)
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