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Prozess in Aachen: Sechs Jahre Haft für Raser

Prozess in Aachen : Ein Toter, ein Querschnittsgelähmter – sechs Jahre Haft für Raser

Nach einem tödlichen Verkehrsunfall im Drogenrausch ist ein 46-jähriger Raser zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Bei dem Unfall war der Partner des Mannes getötet worden, ein Unbeteiligter ist seitdem querschnittsgelähmt.

Der Mann habe mit seinem 43 Jahre alten Partner Streit gehabt. Er habe ihn bei der gemeinsamen Fahrt mit zum Teil über 100 Stundenkilometern schockieren und ihm Angst einjagen wollen, teilte ein Gerichtssprecher am Freitag die Begründung der Richter mit.

Der Angeklagte wurde verurteilt wegen nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge und schwerer Gesundheitsschädigung. Wegen des Drogenkonsums gingen die Richter von verminderter Schuldfähigkeit aus.

Wie in einem Autorennen sei der Angeklagte im Januar in Ideallinie gerast und in Alsdorf bei Aachen ungebremst mit mindestens Tempo 135 auf ein stehendes Auto an einer roten Ampel gefahren.

Der 43-jährige Partner des Angeklagten war Beifahrer und starb. Der damals 48-jährige Kostenpflichtiger Inhalt an der Ampel wartende Fahrer ist seitdem querschnittsgelähmt.

(kess/dpa)