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Preis des Westfälischen Friedens an Tsipras und Zaev

Für Einigung am Balkan : Preis des Westfälischen Friedens an Tsipras und Zaev

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und der nordmazedonische Regierungschef Zoran Zaev sind mit dem Preis für ihre Einigung im mazedonischen Namensstreit geehrt worden.

Der ehemalige griechische Ministerpräsident sowie der aktuelle nordmazedonische Regierungschef sind am Samstag mit dem Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet worden. Die wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe ehrte damit Alexis Tsipras und Zoran Zaev in Münster für ihre Einigung im mazedonischen Namensstreit und die dadurch entstandene Stabilität auf dem Balkan. Mazedonien als Nachbarstaat von Griechenland hatte sich nach einem jahrelangen, erbitterten Streit in Nordmazedonien umbenannt.

„Griechenland und Nordmazedonien haben mit dem Abschluss des Prespa-Abkommens unter Ihrer beiden Führung einen bemerkenswerten Maßstab gesetzt“, sagte der lettische Staatspräsident Egils Levits in seiner Laudatio. Dabei seien drei Leitideen umgesetzt worden: der Wille zum Frieden, die kritische Selbstreflexion und Europa als Raum für das friedliche Zusammenleben.

Die Umweltschutzorganisation „Plant-for-the-Planet“ wurde mit dem Jugendpreis und damit mit der Hälfe des Preisgeldes von 100 000 Euro für den Kampf gegen den Klimawandel ausgezeichnet.

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Der Preis 2020 ist wegen der Corona-Pandemie mit einem Jahr Verspätung vergeben worden. Der Preis des Westfälischen Friedens erinnert an das Ende des Dreißigjährigen Krieges, das 1648 in Münster und Osnabrück beschlossen wurde.

(chal/dpa)