Polizei sucht mutmaßliche Bankräuber - Überfälle in Aachen und Düren

Raubüberfälle in Aachen und Düren : Polizei sucht mutmaßliche Bankräuber

Mit einer Öffentlichkeitsfahndung suchen Ermittler nach zwei Männern. Sie stehen im Verdacht, 2012 in Aachen und 2015 in Düren Banken überfallen zu haben. Einer der beiden Männer ist ein vor zehn Jahren aus dem Krefelder Gefängnis verschwundener Häftling.

In beiden Raubüberfällen gingen die Täter laut Polizei ähnlich vor: Einer von ihnen soll sich vor oder während der Öffnungszeiten in die Bank geschlichen und dort versteckt haben. Dann soll er am nächsten Tag den ersten Angestellten, der die Bank betrat, abgepasst und ihn gezwungen haben, den Inhalt der Kassen herauszugeben. Die Täter sollen bei den Überfällen technische Hilfsmittel wie Videoübertragungstechnik und schlüsselähnliche Werkzeuge genutzt haben.

Nach dem Überfall auf die Sparkasse in Düren-Lendersdorf am 25. September 2015 wurde ein Phantombild von einem der Täter angefertigt. Wie die Staatsanwaltschaft Aachen und das Landeskriminalamt (LKA) in NRW mitteilten, wird als Mittäter der 48 Jahre alte Rahim Direkci verdächtigt. Er war 2007 aus dem Gefängnis in Krefeld geflohen.

Die Verdächtigen sollen laut LKA möglicherweise weitere Banküberfälle in Bad Münster am Stein-Ebernburg und Kirchen (Sieg) in Rheinland-Pfalz sowie in Augsburg in Bayern begangen haben.

Nach seinem mysteriösen Verschwinden 2007 aus dem Krefelder Gefängnis war gegen vier Gefängniswärter ermittelt worden. Der Gefangene hatte seine besonders gepanzerte Zelle verlassen dürfen, weil er angeblich einen anderen Häftling in dessen Zelle besuchen wollte. Dort soll er aber nie angekommen sein.

Der wegen versuchten Bankraubs mit Geiselnahme zu sieben Jahren Haft verurteilte Mann hatte sich danach per Fax bei der Justiz gemeldet und eine mildere Strafe gefordert.

Für Hinweise, die zur Identifizierung und Ergreifung der Täter führen, sind bis zu 61.500 Euro ausgesetzt. Hinweise werden im Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf unter der Rufnummer 0211/939-4505 oder an jeder anderen Polizeidienststelle entgegen genommen.

(lsa)
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