Polizei stoppt Hochzeitskorso in Bielefeld – mehrere Strafanzeigen

Mehrere Einsätze : Polizei stoppt Hochzeitskorsos - in Bielefeld machen Teilnehmer einfach weiter

Die Polizei hat in der Bielefelder Innenstadt einen Hochzeitskorso mit 15 Autos gestoppt, die den Verkehr massiv behinderten. Pyrotechnik wurde gezündet. Auch nach dem Polizeieinsatz ging die Fahrt weiter. In Dortmund gab es ebenfalls einen Einsatz.

Am Samstagnachmittag beschwerten sich den Polizeiangaben zufolge mehrere Bürger bei der Leitstelle über eine Hochzeitsgesellschaft, die mit ihren Fahrzeugen eine Straße in der Bielefelder Innenstadt blockierte. Vor Ort stellte ein Streifenwagen dann insgesamt 15 Pkw einer Hochzeitsgesellschaft fest, die den Durchgangsverkehr behinderten.

Die Teilnehmer der Gesellschaft kamen vor allem aus Norddeutschland und Belgien. Einer von ihnen hatte ein „Bengalisches Feuer“ gezündet. Gegen ihn wurde eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz erstattet. Zudem kassierten die Beamten eine Sicherheitsleistung. Die Polizei erteilte der Hochzeitsgesellschaft strikte Vorgaben und Verhaltensregeln – beachtet wurden diese aber offenbar nicht lange.

Kurze Zeit später meldeten mehrere Zeugen auf dem Ostwestfalendamm einen Hochzeitskorso, der Schlangenlinien fuhr und andere Verkehrsteilnehmer ausbremste. Vom Ostwestfalendamm fuhren die Pkw auf die Autobahn 2 in Richtung Dortmund auf. Streifenwagen der Autobahnpolizei Bielefeld und der Polizei Gütersloh trafen den der Korso schließlich auf der Raststätte Gütersloh Nord.

Nach Rücksprache mit einem Staatsanwalt und einem Richter wurden die Führerscheine von vier Fahrzeugführern beschlagnahmt. Sie erhalten Anzeigen wegen gefährlicher Eingriffe in den Straßenverkehr. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durften die Autos durch Ersatzfahrer zur Hochzeitsfeier nach Beckum gebracht werden.

Am Freitag Einsatz wegen Korso in Dortmund

Bereits am Freitagnachmittag hatten Zeugen in Dortmund einen Hochzeitskorso mit Schussgeräuschen der Polizei gemeldet. Die Polizeibeamten trafen den beschriebenen Autokorso in der Gewerkenstraße an und kontrollierten insgesamt acht Autos und deren Insassen.

Ein 28-jähriger Dortmunder gab sich auf Nachfrage den Beamten als derjenige zu erkennen, der geschossen habe. Die Waffe, eine Schreckschusswaffe, fanden die Polizeibeamten wie von ihm beschrieben im Wagen auf. Ebenso weitere Munition und auf der Straße verschossene Patronenhülsen. Eine Überprüfung ergab, dass der Mann nicht im Besitz der erforderlichen waffenrechtlichen Erlaubnis ist. Daher fertigten die Beamten eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen ihn. Die Waffe und die Munition stellten sie sicher.

Nach Überprüfung der Personen, Durchsuchung der Fahrzeuge und der Aufforderung, sich rechtskonform zu verhalten, entfernte sich die Gesellschaft ohne weitere Vorkommnisse in Richtung der Hochzeitsörtlichkeit.

(lukra/hpaw)