Waldbesetzung von Umweltaktivisten: Polizei räumt Protestcamp im Hambacher Forst

Waldbesetzung von Umweltaktivisten: Polizei räumt Protestcamp im Hambacher Forst

Die Polizei hat am Donnerstag mit der Räumung einer Waldbesetzung am rheinischen Braunkohletagebau Hambach bei Kerpen begonnen. Der Zustand der sechs Baumhäuser im Hambacher Forst sei für Besetzer und für Spaziergänger gefährlich, begründeten die Stadt Kerpen und die Polizei die Räumungsaktion.

Die Baumhäuser müssten aus Sicherheitsgründen abgebaut werden. Eigentümerin des besetzen Waldstücks ist der Energiekonzern RWE. Die Stadt Kerpen sah einen Verstoß gegen das Bauordnungsrecht und hatte bei der Polizei Vollzugshilfe angefordert.

Umweltaktivisten protestieren immer wieder mit Waldbesetzungen gegen den Tagebau Hambach. Bei der letzten großen Räumung mit einem Großaufgebot von Polizei und Spezialkräften war ein Aktivist in einen Stollen geflüchtet und hatte tagelang ausgeharrt.

Der Hambacher Forst hat nach Angaben des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) eine 12 000 Jahre alte Geschichte. Der Forst sei unter anderem wegen der großen Areale mit Eichen und Hainbuchen von europäischer Bedeutung. In dem Wald leben demnach Bechsteinfledermaus, Springfrosch und Haselmaus - alle sind streng geschützt.

(lnw)
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