Auf TikTok Polizei NRW löscht Video nach Explosion in Ratingen

Düsseldorf · Die Polizei NRW hat ein Video auf TikTok gelöscht. Das Video sei unangemessen gewesen, nach der Explosion in Ratingen. Was die Polizei noch sagt.

Die Polizei NRW hat ein TikTok-Video gelöscht. (Symbolbild)

Die Polizei NRW hat ein TikTok-Video gelöscht. (Symbolbild)

Foto: AP/Matt Slocum

Polizisten sitzen in einem Streifenwagen und ahmen lippensynchron eine Szene aus dem Film „Guardians of the galaxy 2 nach. Eine Figur aus dem Film soll einen Knopf nicht drücken, weil sonst eine Bombe hochgeht. Das Video der Polizei NRW wird ein viraler Hit bei TikTok.

Doch nun wurde es gelöscht - und das von den Beamten höchst selbst. Denn das Video enthielt Anspielungen auf eine Bombe. Nach der Explosion in Ratingen, bei der mehrere Einsatzkräfte teils lebensgefährlich verletzt worden waren, sei das Video nicht mehr angemessen. „Die furchtbaren Geschehnisse in Ratingen, bei denen die eingesetzten Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei teils lebensbedrohlich verletzt wurden, berühren uns zutiefst“, sagt eine Sprecherin des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) NRW. Die Gedanken seien bei den Verletzten sowie den Angehörigen und den Kollegen. „In einer Situation, in der die gesamte Polizei NRW in Gedanken bei ihren verletzten Kolleginnen und Kollegen ist, ist die Darstellung von unterhaltsamen Posts auf unseren Social-Media-Kanälen nicht angemessen“, so die Sprecherin weiter. Zur Zeit der Löschung hatte das Video eine Reichweite von rund 33.000 Views, 4.276 Likes und 89 Kommentaren.

Normalerweise nutzt die Polizei die Social Media Kanäle um Personal zu werben. Insbesondere die Zielgruppe der Jugendlichen spiele hierbei eine große Rolle, so die Sprecherin.

In Ratingen hatte am Donnerstag ein 57-Jähriger mehrere Einsatzkräfte an der Wohnungstür mit einer Explosion schwerst verletzt hat. Der Mann war den Behörden polizeilich bekannt. Er war zuvor per Haftbefehl wegen einer nicht gezahlten Geldstrafe gesucht worden, die er für Körperverletzungsdelikte zahlen musste.

(kag)
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