Polizei machte mit 600 Kontrollstellen in NRW Jagd auf Handy-Sünder

Bundesweite Aktion: Polizei machte mit 600 Kontrollstellen in NRW Jagd auf Handy-Sünder

Auf die unterschätzten Gefahren durch Handynutzung am Steuer oder auf dem Rad hat die Polizei am Donnerstag mit einer bundesweiten Aktion hingewiesen. Allein in NRW gab es 600 Kontrollstellen.

Erste landesweite Ergebnisse für die Aktion „Sicher. Mobil. Leben“ sollen am Freitag vorliegen, sagte ein Ministeriumssprecher in Düsseldorf. Wer beim Telefonieren erwischt wird, muss 100 Euro zahlen und bekommt einen Punkt in Flensburg. Radfahrer mit Handy sind mit 55 Euro dabei.

Auch in Oberhausen wurde kontrolliert, Zahlen gab es am Nachmittag aber noch nicht. „Verständnis haben die Leute fast alle“, sagte Polizeisprecher Axel Deitermann. Angehalten wurden die Autofahrer auch wegen anderer Delikte, Fahren ohne Gurt oder ungesicherter Ladung etwa. Am Nachmittag sei die Zahl der Verstöße gestiegen. „Auf dem Heimweg von der Arbeit wollen sich viele verabreden und haben dann öfter auch mal ein Handy am Ohr.“

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Bis Ende August zählten die Polizeibehörden in NRW nach Angaben des Ministeriums mehr als 112.500 Verstöße wegen Ablenkung am Steuer, zumeist wegen Handynutzung. Hinzu kamen 16.200 Radfahrer. Deutlich mehr als im Vorjahr: 2017 waren es im gleichen Zeitraum knapp 108.700 plus rund 14.900 Radfahrer.

Etwa die Hälfte aller Autofahrer benutzt das Mobiltelefon während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung, hatte die Wuppertaler Polizei im Vorfeld berichtet. In der Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen nutzten sogar 77 Prozent das Smartphone am Steuer.

(csi/dpa)
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