Pokemon Go: Centro Oberhausen schaltet Stops und Arenen ab

Pokémon Go: Centro Oberhausen schaltet Stops und Arenen ab

Das Oberhausener Einkaufszentrum Centro war unter „Pokémon Go“-Spielern lange sehr beliebt. Doch jetzt hat das Management entschieden, die meisten Arenen und Stops des Smartphone-Spiels abzuschalten. Der Grund: zu viel Betrieb in der Vorweihnachtszeit.

Es war „ein Mekka“ für „Pokémon Go“-Fans – das Centro in Oberhausen. So enthusiastisch beschreibt es ein Fan des Smartphone-Spiels im Online-Gaming-Magazin „mein-mmo.de“ zum Abschied. Denn damit ist es ab sofort vorbei: Am Dienstagabend wurden die Arenen und Stops des Spiels in dem Einkaufszentrum abgeschaltet. Auf Wunsch der Geschäftsführung, wie Centermanager Marcus Remark auf der Facebook-Seite des Centro schreibt.

Im Oktober und November sei es immer wieder zu Zwischenfällen zwischen Spielern und Nicht-Spielern sowie Personal gekommen. Viele Kunden und Spieler hätten sich beschwert. Das sei mit Blick auf die kommende Weihnachtszeit nicht mehr tragbar.

„Pokémon Go“ ist ein „Augmented Reality“-Spiel: Die erweiterte Realität besteht darin, dass die Pokémon – in den 1990er Jahren vom japanischen Spielehersteller Nintendo erfundene Wesen – auf dem Bildschirm des Smartphones in die reale Umgebung projiziert werden. Nähert sich der Spieler einem sogenannten Stop, scheinen die Monster vor ihm aufzutauchen und er kann sie per Fingerbewegung einfangen. In einer Arena können Spieler und ihre Monster gegeneinander antreten.

Im Centro Oberhausen gab es besonders viele dieser Stops. Das Einkaufszentrum gehört wie das Minto in Mönchengladbach oder die Bilker Arcaden in Düsseldorf zum amerikanischen Konzern Unibail Rodamco, einem Partner des Spieleherstellers Niantic. Besonders an sogenannten Community Days, an denen besonders viele Pokémon unterwegs sind, strömten die Spieler auch aus der weiteren Umgebung in das Einkaufszentrum.

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Jetzt gebe es nur noch vereinzelte Stops; das Centro sei damit für Spieler uninteressant. Im Statement von Marcus Remark heißt es, dass vor allem diese „Community Days“ Probleme bereitet hätten. Das Centro habe sein Versprechen, seinen Kunden einen angenehmen Freizeitaufenthalt zu bieten, an diesen Tagen nicht mehr erfüllen können.

Auf Anfrage berichtet Remark, dass das Centro allein im Dezember bis zu 40 Prozent höhere Besucherzahlen erwartet. „Es war schlicht nicht mehr vorstellbar, dass Spieler und Nicht-Spieler in dieser großen Zahl zusammenfinden“, sagt er. Das sei aber keine Entscheidung gegen die Spieler, deren Enttäuschung er nachvollziehen könne, sondern vielmehr aus der Verantwortung gegenüber den Kunden entstanden. Ein Vorschlag des Centro, die „Community Days“ auf Sonntage zu verlegen, sei von Niantic abgelehnt worden.

Ob die Stops und Arenen des Spiels nach Weihnachten wieder aufgebaut werden, kann Remark nicht sagen: „Ich vermute aber nein“. Damit habe das Centro aber auch nichts mehr zu tun, so der Centermanager, das entscheide Niantic. Eine Anfrage an die Firma blieb am Mittwoch zunächst unbeantwortet. Auf der Facebook-Seite des Spiels heißt es, dass man hoffe, dass die Spieler „auch weiterhin eine tolle Zeit“ im Centro verbringen – und bittet sie gleichzeitig darum, „zukünftig den anderen Besuchern gegenüber aufmerksam und zuvorkommend zu sein“.

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