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Pflegereserve: Online-Pattform vermittelt Freiwillige

Mehr als 1000 Freiwillige : Neue Online-Plattform vermittelt Hilfe für die Pflege

Pflegekräfte sind in der Corona-Krise besonders überlastet. Auf der Onlineplattform #pflegereserve können sich Freiwillige zur Hilfe anbieten. Das Angebot wird bundesweit genutzt, auch in NRW.

Gut zwei Wochen nach dem Start der Onlineplattform #pflegereserve, die freiwillige Pflegekräfte außer Dienst in der Corona-Krise vermitteln will, haben sich bereits 1000 Interessierte gemeldet. Die ersten 600 Kräfte könnten nun mit Pflegeheimen, Kliniken oder auch Gesundheitsbehörden zusammengebracht werden, sagte Mitinitiator Timo Thranberend der Deutschen Presse-Agentur. Sie könnten dann gemeinsam Art, Umfang und Vergütung des Einsatzes festlegen.

Die Plattform werde bundesweit genutzt, auch im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW. Das Düsseldorfer Gesundheitsministerium sei über den Service unterrichtet, schilderte Thranberend. Der gelernte Krankenpfleger ist Mitarbeiter der Bertelsmann Stiftung, die die Plattform betreibt. Partner der zivilgesellschaftlichen Initiative sind unter anderem der Deutsche Pflegerat und die Bundespflegekammer.

Man wolle die regulären Pflegekräfte, die derzeit im Dauereinsatz seien, entlasten. „Der Personalbedarf in den Versorgungseinrichtungen ist groß. Teils schon jetzt. Bei vielen deuten sich Engpässe an.“ Manche Reservisten könnten „nur“ einen Einsatz von einigen Tagen anbieten, weil sie in ihrem regulären Beruf sehr eingespannt seien. Andere könnten über Wochen in der Pflege einspringen - etwa, weil sie gerade in ihrem eigentlichen Job in Kurzarbeit seien.

Unterdessen bauen die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe derzeit ein größeres Freiwilligen-Register auf, das auch für Fachkräfte in der Pflege dienen soll. Thranberend sagte, man strebe hier eine Vernetzung an.

(ham/dpa)