Pfingsten 2019: Schon 500 Kilometer Stau in NRW

Pfingst-Reisewelle in NRW rollt : Rund 400 Kilometer Stau - Hier stockt der Verkehr

Wer zu Pfingsten mit dem Auto in den Urlaub fahren will, braucht Geduld. Laut ADAC wird es vor allem Richtung Meer voll auf den Autobahnen. Wir haben die längsten Staus aufgelistet.

Mit Staus auf der A1 in Richtung Norden und auf der A3 in Richtung Süden hat am Freitagmittag die Pfingst-Reisewelle in Nordrhein-Westfalen begonnen. Insgesamt registrierte die WDR-Verkehrsredaktion um 14.47 Uhr 336 Kilometer Stau - darunter allein zehn Stellen mit Behinderung auf der A1. Der Landesbetrieb Straßen.NRW hatte bis etwa 18 Uhr Verkehrsprobleme prognostiziert - vor allem in Richtung der Urlaubsgebiete an Nord- und Ostsee und in den Süden.

Gegen 16.30 Uhr meldete der WDR bereits 424 Kilometer. Es habe viele mittelgroße Störungen gegeben, aber nichts wirklich Dramatisches. „Relativ normal vor Pfingsten und wie angekündigt“, sagte eine Sprecherin der Polizei-Landesleitzentrale.

Schwerpunkte gab es unter anderem auf der Autobahn 1 von Dortmund in Richtung Euskirchen. Hier verloren Reisende auf mehr als 30 Kilometern im Stau und stockenden Verkehr mehr als eine Stunde. Auf der A3 in Richtung Frankfurt gab es einen Unfall. Vier Menschen wurden leicht verletzt. Die Autobahn musste deshalb zwischen Solingen und Kreuz Leverkusen zeitweise komplett gesperrt werden. Es kam zu über einer Stunde Verzögerung. Inzwischen sind drei der Fahrstreifen jedoch wieder befahrbar.

Wer über die A3 in Richtung der Niederlande fahren wollte, steckte schon hinter dem Kreuz Breitscheid bis Dinslaken in 20 Kilometern Stop-and-Go-Verkehr. Der Landesbetrieb Straßen.NRW hatte bis etwa 18 Uhr Verkehrsprobleme prognostiziert - vor allem in Richtung der Urlaubsgebiete an Nord- und Ostsee und in den Süden. Ein Überblick:

  • Großräume Berlin, Köln, Hamburg, München
  • Fernstraßen zur Nord- und Ostsee
  • A 1 Hamburg – Bremen – Dortmund– Köln
  • A 1/A 3/A 4 Kölner Ring
  • A 2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Berlin
  • A 3 Oberhausen – Frankfurt– Würzburg – Nürnberg – Passau
  • A 4 Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden
  • A 5 Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
  • A 6 Kaiserslautern – Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
  • A 7 Hamburg – Flensburg
  • A 7 Hamburg – Hannover – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
  • A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A 9 Berlin – Nürnberg – München
  • A 10 Berliner Ring
  • A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
  • A 81 Stuttgart – Singen
  • A 93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A 95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A 99 Umfahrung München

Da die A 40 an dem Wochenende in Richtung Dortmund teilweise nicht befahrbar ist, dürfte es auf dieser Strecke über die gesamte Zeit zu stockendem Verkehr kommen.

In Hamburg bildeten sich bereits lange Staus. Auf der A7 geriet der Verkehr etwa in Fahrtrichtung Flensburg/Kiel/Heide auf 19 Kilometern ins Stocken, wie es von der Verkehrsleitzentrale hieß. Neben dem erhöhten Verkehrsaufkommen sorgen hier auch Baustellen für Verkehrsbehinderungen.

In Baden-Württemberg kam es vor allem auf der A8 Richtung München sowie auf den Autobahnen 5 und 81 laut Verkehrszentrale in Stuttgart am Nachmittag zu viel Verkehr.

Auch Niedersachsen stellt sich auf Verkehrsstaus am Wochenende ein. Vor allem an der Küste erwarte man am langen Pfingstwochenende den zweiten großen Besucheransturm nach den Ostertagen. Autofahrer sollten am Wochenende starke Nerven zeigen, riet der ADAC. Die Fernstraßen zu Nord- und Ostsee gelten als besonders belastet.

In Oberbayern könnten kurzfristige Blockabfertigungen von Behörden in Tirol die Situation auf einigen Straßen verschärfen. Die österreichische Polizei wollte am Grenzübergang der Inntalautobahn A93 bei der Einreise nach Tirol zeitweise stündlich nur maximal 300 Lastwagen passieren lassen.Die Deutsche Bahn hatte sich unter anderem mit Entlastungszügen an den Hauptreisetagen auf den Ansturm der Urlauber vorbereitet - an diesem Freitag, am Samstag und Montag. Wer flexibel ist, sollte auf weniger nachgefragte Reisezeiten ausweichen, rät die Bahn.

Der Rückreiseverkehr soll sich laut Prognose bereits ab Sonntagmittag bemerkbar machen. Laut ADAC Nordrhein könnte dieser bis in den schulfreien Dienstag dauern. Der ADAC empfiehlt deshalb, Fahrten sorgfältig vorzubereiten.

(Mit Material der dpa)
Mehr von RP ONLINE