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Orkan Ignatz: Sturm-Warnung in NRW und Deutschland - Schutzmaßnahmen

Sturm „Ignatz“ : So schützen Sie Ihr Hab und Gut vor dem Sturm

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Sturm und Orkanartigen Böen mit bis zu 110 Stundenkilometern. Um sich und sein Zuhause vor Schäden zu schützen, geben Experten Tipps und Empfehlungen.

Abgedeckte Dächer, umgefallene Bäume, Gartenmöbel, die weg geweht werden – Schäden wie diese werden regelmäßig nach einem Sturm gemeldet. Durch die starken Windböen besteht nicht nur eine Gefahr für Gegenstände, sondern unter Umständen auch für die eigene Gesundheit. Wie stark und gefährlich der für Donnerstag angekündigte Sturm in NRW sein wird, können Meteorologen nicht mit Sicherheit vorhersagen. Dennoch sei es sinnvoll, vorsichtig zu sein und schon vor Beginn des Sturms auf Sicherheit zu achten.

Selbstschutz und Verantwortung für sich und andere seien wichtig für einen funktionierenden Bevölkerungsschutz, wie Christoph Unger, Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) sagt. „Die Rettungskräfte können eben nicht überall sein.“ Das BKK verweist daher auf seine Handlungsempfehlungen bei Unwettern, die auf der Internetseite des Bundesamts eingesehen werden können.

Bei Sturm sei es empfehlenswert, sich so wenig wie möglich im Freien und an ungeschützten Orten aufzuhalten, so das BKK. „Vermeiden Sie insbesondere gefährdete Bereiche wie Wälder. Die Gefahr für Leib und Leben ist zu groß.“ Im Gebäude sollten außerdem Fenster und Fensterläden geschlossen werden. Das BKK rät dazu, sich von ungeschützten Öffnungen fernzuhalten. Tiere, die von einem Unwetter verängstigt werden, sollten beruhigt und in einem geschützten Bereich gehalten werden. Um ganz sicher zu gehen, könne man einen Raum im Erdgeschoss aufsuchen. „Meiden Sie jedoch Kellerräume, da diese sehr schnell von Wasser geflutet und zu lebensbedrohlichen Fallen werden können“, schreibt das BKK auf seiner Internetseite. Auch Räume mit einer großen Deckenspannweite, wie zum Beispiel Hallen, sollten vermieden werden. Schließlich empfiehlt das BKK, sich in den Medien über den Verlauf des Sturms zu informieren.

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Christoph Hartmann, Pressesprecher der Provinzial-Versicherung im Rheinland, rät außerdem dazu, dass Auto bei sehr starkem Wind stehen zu lassen. „Ansonsten sollte man langsam und vorsichtig fahren“, rät er. „Das Auto sollte man möglichst in der Garage parken – oder dort, wo es nicht von umstürzenden Bäumen, Ästen, Dachziegeln oder ähnlichem beschädigt wird.“

Aber auch vor Beginn des Sturms kann man schon etwas tun, um Schäden zu vermeiden. „Wir empfehlen, bewegliche Teile von Balkon, Terrasse oder Garten wegzuräumen beziehungsweise zu sichern“, so Hartmann. Dazu können Gartenmöbel zählen, ebenso wie Blumentöpfe oder Fahrräder. Je nach Versicherungsvertrag könne der Eigentümer sogar dazu verpflichtet sein, Gegenstände im Freien zu sichern.

Ist der Sturm vorüber, empfiehlt Hartmann, entstandene Schäden so schnell wie möglich zu melden. Sein Rat: „Schäden fotografieren“, die Fotos können der Schadensmeldung beigelegt werden. Er warnt außerdem, dass man zwar weitere Schäden nach Möglichkeit minimieren, sich dabei aber nicht selbst in Gefahr bringen sollte.

Auch das BKK betont, dass man während und nach den Aufräumarbeiten auf seine eigene Sicherheit achten sollte: „Wenn ein Gebäude stark beschädigt ist, bleiben Sie draußen und betreten Sie es erst wieder, wenn es von Fachleuten freigegeben wurde.“ Das gleiche gelte auch für stark beschädigte Dächer. Im Falle von Verletzten sollte erste Hilfe geleistet und gegebenenfalls der Notruf gewählt werden. Das BKK ruft außerdem dazu auf, die Feuerwehr zu kontaktieren, falls durch Schäden gefährliche Stoffe wie beispielsweise Heizöl freigesetzt wurden.