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Verschmutzung in Gronau: Öl-Spuren jetzt auch im Grundwasser

Verschmutzung in Gronau : Öl-Spuren jetzt auch im Grundwasser

Das Öl aus dem Speicher im Münsterland soll aus der Kaverne S5 stammen, sagen Experten. Mit einer Bohrung wollen sie nun herausfinden, wie genau es an die Oberfläche kommen konnte. Unterdessen wurden auch im Grundwasser Ölspuren entdeckt.

Bei der Suche nach dem Ölleck an einem Kavernenspeicher im westlichen Münsterland ist die Bezirksregierung Arnsberg nach eigenen Angaben einen Schritt weitergekommen. Nach Untersuchungen hat die Behörde nun deutliche Hinweise darauf, dass der Öleintrag von einer bestimmten Kaverne (S5) ausgeht. Von Montag an solle eine 220 Meter tiefe Bohrung weitere Erkenntnisse über die Ursache des Ölaustritts liefern, wie die Bezirksregierung am Freitag mitteilte. Auch einer erneute Prüfung der Kavernenanlage werde vorbereitet. "Hierzu werden weitere High-Tech-Unternehmen hinzugezogen", hieß es.

Am 12. April hatte ein Landwirt auf seiner Rinderweide in der Ortschaft Gronau-Epe ein dickflüssiges Wasser-Öl-Gemisch entdeckt. Das Öl trat auch an zwei weiteren Stellen aus dem Boden.

Im Grundwasser seien mittlerweile an mehreren Messstellen Ölspuren festgestellt worden, berichtete die Bezirksregierung weiter. Damit es nicht weiter abfließen kann, soll ab Montag eine abdichtende Schlitzwand erstellt werden. Die Schutzwand werde bis in eine geologisch abdichtende Tonschicht reichen. Durch Kontrollmessungen sei die Sicherheit der Trinkwasserversorgung jederzeit gewährleistet, betonte die Behörde.

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Die Salzgewinnungsgesellschaft Westfalen betreibt die riesigen Ölspeicher in mehr als 1000 Metern Tiefe in Hohlräumen, die durch den Abbau von Salz entstanden sind, sogenannten Kavernen. In direkter Nähe zu dem Ölfundort liegen zwei Naturschutzgebiete. Hier kam es nach früheren Angaben der Behörde allerdings nicht zu Verunreinigungen.

(lnw)