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Suche nach Ölleck: Öl soll aus unterirdischem Speicher kommen

Suche nach Ölleck : Öl soll aus unterirdischem Speicher kommen

Bei der Suche nach der Ursache für die Ölfunde auf einer Rinderweide in Gronau gerät ein unterirdischer Ölspeicher immer stärker in Verdacht. Am Montag hatten Experten mit Bohrungen auf der Fläche begonnen. Ein genaues Ergebnis steht weiter aus.

Die bisherigen Sucharbeiten hätten bei den Experten den Eindruck verstärkt, dass das ausgetretene Öl aus einer der unterirdischen Kavernen in mehr als 1000 Meter Tiefe stamme, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg am Montag. Eine Bohrung soll nun genauere Erkenntnisse bringen.

Seit Montag läuft die Bohrung etwa 80 Meter neben der Kaverne. Der Bohrer soll eine in etwa 220 Metern Tiefe liegende Tonschicht durchbrechen. Die Experten wollen von dort den Weg des Öls an die Erdoberfläche genauer erforschen. Nach Auskunft eines Sprechers des Kavernen-Betreibers, der Salzgewinnungsgesellschaft Westfalen (SGW), war am Montag aber noch mit keinem Ergebnis der Bohrung zu rechnen.

In 1000 bis 1400 Meter Tiefe erstreckt sich im Gronauer Ortsteil Epe eine dicke Salzschicht, die seit den 1970er-Jahren abgebaut wird. Die dabei entstehenden Hohlräume, Kavernen genannt, werden zur Lagerung der nationalen Öl-Reserve genutzt. Die Kavernen der SGW können laut Bezirksregierung Arnsberg 1,4 Millionen Kubikmeter Rohöl fassen.

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Öl auch im Grundwasser

Am 12. April hatte ein Landwirt auf seiner Rinderweide in der Ortschaft Gronau-Epe ein dickflüssiges Wasser-Öl-Gemisch entdeckt. Das Öl trat auch an zwei weiteren Stellen aus dem Boden. Im Grundwasser seien mittlerweile an mehreren Messstellen Ölspuren festgestellt worden, berichtete die Bezirksregierung weiter.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Öl fließt in Gronau auf die Felder

(lnw)