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Oberhausen: Zirkus bekommt Weihnachtsbäume geschenkt

Unerwartetes Geschenk : Zirkus in Oberhausen verkauft Weihnachtsbäume

Der Zirkus Paul Busch sitzt seit dem Teil-Lockdown in Oberhausen fest. Er darf nicht auftreten, Einnahmen fallen weg. Jetzt hat er eine überraschende Hilfe bekommen: Ein Besucher schenkte dem Zirkus über 300 Weihnachtsbäume, die dieser jetzt auf seinem Gelände verkauft.

Überraschende Hilfe für einen notleidenden Zirkus, der nach corona-bedingtem Auftrittsverbot in Oberhausen festsitzt: Ein Besucher hat dem Zirkus Paul Busch eine ganze Lastwagenladung Tannenbäume geschenkt. Die rund 300 bis 400 Bäume würden zu üblichen Tannenbaumpreisen von diesem Samstag an verkauft, sagte Zirkusdirektor Henry Frank am Donnerstag.

Der Besucher wolle seinen Namen nicht nennen, sagte Frank. Es sei ein Mann Mitte 50 aus dem Sauerland gewesen, der am Mittwoch mit zwei Kindern den Zirkus besucht hatte. Dort können Gäste die Tiere in Außengehegen anschauen und teils auch füttern. Der Mann habe zunächst Ponys mit Möhren gefüttert, Geld in eine Futter-Spendenbox gesteckt und dann die Tannenbaumspende angekündigt. Später sei er mit einem schweren Lastzug mit den Bäumen vorgefahren. „Das war ein guter Mann mit einem großen Herzen“, sagte Frank.

Der Zirkus Busch hat 35 Tiere - unter anderem Pferde, Ponys, Lamas, Kamele und Rinder - und 30 Ensemblemitglieder. Allein die Futterkosten für die Tiere betrügen 250 Euro am Tag, sagte Frank. Wegen der Pandemie habe der Zirkus im Sommer monatelang und jetzt erneut nichts eingenommen. Die Schließung in der Weihnachtszeit treffe den Zirkus besonders hart - in dieser Zeit würden normalerweise rund 80 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet. Über die Spende hatte zunächst die „WAZ“ berichtet.

(sed/dpa)