Themen
  1. NRW
  2. Panorama

Oberhausen: Mann verletzt mehrere Menschen mit Stichwaffe - auch elfjähriges Kind

Drei Personen in Lebensgefahr

Auch elfjähriges Kind bei Stichwaffenangriff in Oberhausen verletzt

Mann verletzt vier Menschen in Oberhausen mit Stichwaffe FOTO: WTVnews

Oberhausen Nach einem Angriff mit einer Stichwaffe in Oberhausen sind mehrere Menschen im Krankenhaus, drei schweben in Lebensgefahr. Die Polizei geht von einem familiären Hintergrund der Tat aus. Der mutmaßliche Täter soll noch am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Nach dem lebensgefährlichen Angriff mit einer Stichwaffe auf drei Frauen und ein Kind (11) in Oberhausen soll der Tatverdächtige noch am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden. Ermittelt werde wegen versuchten Mordes, teilte die Polizei Essen mit. Bei dem Verdächtigen handele es sich um einen 36 Jahre alten Mann mit polnischer Staatsangehörigkeit.

Das Kind und zwei der Frauen wurden am Freitag weiter auf Intensivstationen behandelt. Die Ermittler prüfen laut Staatsanwaltschaft zurzeit, ob der Verdächtige bei der Tat unter Drogen stand. Dazu gebe es aber noch keine gesicherten Erkenntnisse.

Die Polizei vermutet, dass der Attacke am Donnerstagabend ein Familienstreit zu Grunde liegt. Mehrere Anrufer hätten von einem lautstarken, handgreiflichen Streit zwischen einem Mann und einer Frau berichtet. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich dabei um den Tatverdächtigen und seine 38 Jahre alte Lebensgefährtin handelte. Während die beiden nur leichte Verletzungen davontrugen, wurden die elfjährige Tochter der Frau sowie zwei Nachbarinnen (72 und 47 Jahre alt) lebensgefährlich verletzt. Die beiden Nachbarinnen hatten laut Staatsanwaltschaft eingreifen wollen. Die genauen Hintergründe der Tat seien noch unklar, sagte eine Polizeisprecherin. Eine Mordkommission habe die Ermittlungen aufgenommen.

Der mutmaßliche Täter sei am Abend festgenommen und ebenfalls verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund und weitere Täter gebe es nicht, sagte der Polizeisprecher. Gegenstand der Ermittlungen ist auch, was für eine Art Waffe der Mann bei seinem Angriff benutzte.

(chal/felt/peng/dpa)