Ermittlungen in Oberhausen Grundschullehrer soll Schülerinnen beim Umziehen gefilmt haben

Oberhausen · Die Polizei habe nach den Vorwürfen auch die Wohnung des Lehreres und Schulräume durchsucht. Offenbar könnte es auch „im Zusammenhang mit Unterrichtssituationen zur unbefugten Anfertigung von Bildaufnahmen gekommen“ sein.

Das Wappen der Polizei Nordrhein-Westfalen und der Schriftzug „Polizei“ sind auf einem Polizeiauto zu sehen. (Symbolfoto)

Das Wappen der Polizei Nordrhein-Westfalen und der Schriftzug „Polizei“ sind auf einem Polizeiauto zu sehen. (Symbolfoto)

Foto: dpa/Fabian Strauch

Ein Lehrer einer Grundschule in Oberhausen soll Schülerinnen heimlich beim Umziehen zum Schwimmunterricht gefilmt haben. Die Lehrkraft sei am 22. November bei der Polizei in Oberhausen angezeigt worden, teilten die Staatsanwaltschaft Duisburg und die Oberhausener Polizei am Dienstag gemeinsam mit. Es wurde umgehend ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Polizeikräfte hätten nach den Vorwürfen sowohl die Wohnung des Lehrers als auch die Räumlichkeiten der Schule durchsucht. Dabei hätten sich Hinweise ergeben, dass es auch „im Zusammenhang mit Unterrichtssituationen zur unbefugten Anfertigung von Bildaufnahmen gekommen ist“. Bei den Durchsuchungen seien zahlreiche Datenträger sichergestellt worden, die nun mit Hochdruck ausgewertet würden, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Als zuständige Schulaufsichtsbehörde sei die Bezirksregierung Düsseldorf über die laufenden Ermittlungen gegen den Lehrer informiert worden und habe ihrerseits die erforderlichen Maßnahmen veranlasst. Der Beschuldigte wurde freigestellt und hat der Staatsanwaltschaft zufolge keinen Zutritt mehr zum Schulgelände.

(albu/dpa)