NRW: Zahl der Asylbewerber steigt um 149 Prozent

Düsseldorf : Zahl der Asylbewerber in NRW erneut stark gestiegen

Der Flüchtlingsstrom nach Deutschland erreicht immer neue Rekorde. Allein im März beantragten 28.681 Menschen erstmals in Deutschland Asyl - 191,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auf NRW entfielen davon 5407 Asylanträge, das entspricht einer Steigerung von 149 Prozent.

Das geht aus einem noch unveröffentlichten Bericht von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) zur aktuellen Situation in den Aufnahmeeinrichtungen des Landes hervor, der der RP vorliegt.

Bezogen auf das gesamte erste Quartal beantragten in NRW in diesem Jahr bereits 14.547 Flüchtlinge Asyl - etwa doppelt so viele wie in den ersten Monaten des Vorjahres. Der enorme Anstieg der Flüchtlingszahlen ist vor allem auf die Entwicklung im Kosovo zurückzuführen. Aktuell sind 1938 der 7188 Asylsuchenden in Landesaufnahmeeinrichtungen Kosovaren.

Im Rheinland leben die meisten Asylbewerber in den Landeseinrichtungen Neuss (212), Burbach (255), Duisburg (263) und Willich (204). Gemessen an der Kapazität ist die Lage in Duisburg und in Willich vergleichsweise angespannt: Hier finden nur noch wenige zusätzliche Flüchtlinge Platz.

Die landesweit meisten Flüchtlinge leben derzeit in den Landesunterkünften Rüthen (510), Borgenteich (465), Detmold (461) und Unna-Massen (440). Im laufenden Jahr will das Land 3000 weitere Aufnahmeplätze schaffen.

(tor)
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