NRW will mit Ärzte-Rufbereitschaft Organspenden erleichtern

Diagnose von Hirntod : NRW will mit Ärzte-Rufbereitschaft Organspenden erleichtern

Das Land NRW hat nach eigenen Angaben als erstes Bundesland einen Pool von Fachärzten ins Leben gerufen, die mit modernen Diagnostikgeräten den Hirntod von Patienten in Krankenhäusern feststellen können.

Insbesondere Kliniken ohne eine neurologische oder neurochirurgische Abteilung könnten durch den Rufbereitschaftsdienst den Hirnfunktionsausfall abklären lassen und damit die Voraussetzungen für eine mögliche Organspende schaffen, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Freitag in Düsseldorf mit. Die Initiative wird neben dem Ministerium von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) in NRW, den Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe sowie der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen mitgetragen.

Rund 175.000 Euro sind für die Beschaffung der fünf mobilen Diagnostikgeräten zur Verfügung gestellt worden. Die Geräte werden an den Standorten Münster, Bielefeld, Essen und Schwerte bei den jeweiligen Transportdiensten der DSO stationiert. Ein weiterer Standort wird derzeit noch gesucht. Das Pool besteht aus 15 Fachärztinnen und Fachärzten.

„Wenn sich jemand für die Organspende entscheidet, darf die Entnahme nicht an personellen oder technischen Voraussetzungen scheitern“, erklärte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Mit dem Fachärztepool wolle das Land „Vorbild für die Einrichtung eines vergleichbaren bundesweiten Rufbereitschaftsdienstes sein, der derzeit im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zum Transplantationsgesetz im Bund diskutiert wird“.

(mba/epd)
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