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NRW: Was Sie bei Hitze und Trockenheit beachten müssen

Waldbrände, Ernteausfälle, vertrocknete Parks : Was Sie bei Hitze und Trockenheit beachten müssen

Trotz vereinzelter Schauer sind die Böden in NRW trocken. Das führt nicht nur zu erhöhter Waldbrandgefahr, sondern auch zu welken Grünflächen in Städten und Gärten. Was Sie wissen müssen.

Durch die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit in NRW hat es in den vergangenen Tagen immer wieder Flächenbrände gegeben:

- In Haltern stand am Montagabend ein Waldstück in Flammen.

- In Saerbeck brannte ein 5.000 Quadratmeter großes Roggenfeld.

- Am Sonntag fing in Alpen im Kreis Wesel ein 20.000 Quadratmeter großes Feld Feuer.

- Zum gleichen Zeitpunkt standen in Unna-Bilmerich mehrere Hektar Getreideland in Flammen.

- Außerdem brannte es in Rheurdt-Kengen. Bei Arbeiten war zunächst eine Rundballenpresse und anschließend das umliegende Feld in Brand geraten.

Die sengende Hitze sorgt nicht nur für Flächenbrände, sondern setzt auch Gärten, städtischen Grünflächen und Balkonpflanzen zu. Viele Menschen in NRW klagen wegen der Hitze über Müdigkeit, Schwindel und schlechten Schlaf. Was Sie gegen Trockenheit und Hitze unternehmen können:

- Gießen Sie Balkon- und Gartenpflanzen vor allem morgens. Dann sind die Temperaturen noch relativ niedrig und das Wasser verdunstet nicht so schnell. Eventuell sollten Sie abhängig von der Pflanzenart abends ein zweites Mal gießen. Hortensien oder Rhododendren beispielsweise benötigen schon ohne Hitze extrem viel Wasser.

- Stellen Sie im Garten an verschiedenen Stellen Schüsseln mit Wasser auf, so dass Igel, Vögel und andere Tiere daraus trinken können.

- Werfen Sie keine brennenden Zigarettenkippen auf den Boden. Das kann nicht nur zu Bränden in Wäldern oder auf Äckern führen, auch auf Grillplätzen kann vertrockneter Rasen in Flammen aufgehen. Das gleiche gilt für verdörrte Grünflächen in der Stadt, etwa an Bürgersteigen oder entlang der Straßen.

- Werfen Sie nicht achtlos leere Glasflaschen weg. Sie können auf dem ausgetrockneten Boden bei Sonneneinstrahlung sehr leicht wie ein Brennglas wirken.

- Entfachen Sie kein Feuer im Wald - auch kein Grillfeuer.

- Werfen Sie keine brennenden Zigaretten aus dem Auto. Sie wissen nicht, wo die Kippe landet.

- Entsorgen Sie Ihren Müll nicht achtlos: Jede weggeworfene Glasflasche, Folie, Feuerzeug oder Dose mit chemischen Abfällen kann zu einem Brandherd werden.

- Nicht nur die Umwelt, auch Menschen leiden unter der Hitze. Sie kann zu schwachem Kreislauf und Blutdruckproblemen führen. Besonders betroffen sind Senioren und Vorerkrankte. Wichtig ist, regelmäßig über den Tag verteilt zu trinken. Am besten eignen sich Leitungs- oder Mineralwasser sowie Schorlen und alkoholfreies Weizen. Verzichten sollten Sie auf alkoholische Getränke und zu viel Koffein. Beides entwässert den Körper.

- Vermeiden Sie schwere und fettige Speisen, die belasten den Körper. Greifen Sie besser zu Salat und Obst, Gemüse und Fisch.

- Meiden Sie die direkte Sonne und die Mittagshitze. In den Stunden davor und danach ist es etwas weniger heiß.

- Um nachts besser in den Schlaf zu finden, sollten Sie die Fenster und Rollos über den Tag geschlossen halten und Vorhänge vorziehen. Das verhindert das Aufheizen des Raumes.

- Abkühlung verschaffen Sie sich durch feuchte, kalte Tücher, die Sie sich auf die Stirn und in den Nacken legen können. Hilfreich ist es auch, die Unterarme mehrere Minuten unter fließendes kaltes Wasser zu halten.

- Bei einem Hitzschlag sollte sofort der Notarzt verständigt werden. In der Zwischenzeit sollte sich der Betroffene im Schatten aufhalten und mithilfe von feuchten Tüchern an Armen und Beinen gekühlt werden, um das Fieber zu senken. Vermeiden Sie dabei schlagartige Abkühlung, um den Kreislauf nicht noch mehr zu belasten. Dabei sollte der Betroffene sollte sich hinlegen und die Beine hoch lagern.