Städtetourismus wichtigster Wachstumsträger NRW-Tourismus erzielt Übernachtungsrekord

Düsseldorf · So viele Übernachtungen wie noch nie: Die Gesamtnachfrage von Touristen und Geschäftsreisenden hat 2023 das Vorkrisenkrisenniveau übertroffen. Allerdings bestehen in der Branche weiter große Sorgen.

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Die Tourismusbranche in Nordrhein-Westfalen hat im vergangenen Jahr einen Rekord verzeichnet. „Nie zuvor haben unsere meldepflichtigen Beherbergungsbetriebe im Land so viele Übernachtungen generiert – und das, obwohl die wirtschaftliche Lage seit Jahren angespannt und die Konsumlaune der Menschen deutlich gebremst ist“, erklärte die Geschäftsführerin des Dachverbandes Tourismus NRW, Heike Döll-König, am Donnerstag. Vor allem der Tourismus habe seit der Pandemie stark gewonnen. Dazu hätten sich die Übernachtungszahlen ausländischer Gäste und der Geschäftsreisenden nach den Rückgängen während der Pandemie deutlich erholt.

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Wie das Statistische Landesamt mitteilte, stieg die Zahl der Übernachtungen in den Beherbergungsbetrieben und auf den Campingplätzen im vergangenen Jahr auf 53,6 Millionen. Das waren 12,8 Prozent mehr als 2022. Vor der Pandemie, die mit drastischen Einschränkungen und Rückgängen für die Tourismusbranche verbunden war, lag die bisherige Höchstmarke bei den Übernachtungen bei knapp 53,3 Millionen im Jahr 2019.

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Wie Tourismus NRW mitteilte, ist der Städtetourismus wichtigster Wachstumsträger. Das Münsterland habe im Vergleich zu 2019 die höchste Wachstumsrate, sagte eine Sprecherin des Dachverbandes. Die Tourismusbranche Nordrhein-Westfalens habe sich besser entwickelt als der Deutschlandtourismus insgesamt im Vergleich zum Jahr 2019.

Der Dachverband wies zudem auf Initiativen hin, um an die Entwicklung anzuknüpfen und die Branche weiter zu stärken. Der Tourismus in Nordrhein-Westfalen soll demnach nachhaltiger und digitaler aufgestellt werden. „Das wollen wir mithilfe zweier gerade gestarteter Förderprojekte anstoßen“, erklärte Döll-König. Ziel sei es, bei der Etablierung von Künstlicher Intelligenz (KI) eine Vorreiterrolle im Deutschlandtourismus einzunehmen und Nordrhein-Westfalen zu einem qualitativ hochwertigen nachhaltigen Reiseziel weiterzuentwickeln. Das helfe auch dabei, den Standort und Lebensraum Nordrhein-Westfalen weiter aufzuwerten.

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Der Hotel- und Gaststättenverband NRW (Dehoga NRW) erklärte, dass die wirtschaftliche Lage trotz des Übernachtungsrekords sehr angespannt bleibe. Der Kostendruck auf die Betriebe sei enorm und die Belastungen durch die Bürokratie stiegen. Präsident Patrick Rothkopf bekräftigte die Forderung an die Bundespolitik, die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie wieder auf 7 Prozent wie in der Pandemie und Energiekrise zu senken. Die Rückkehr zu 19 Prozent 2024 habe die Stimmung noch einmal getrübt. Wie aus einer Verbandsumfrage hervorgehe, seien die Gastronomie-Umsätze im Januar gesunken. Ganz oben auf der Forderungsliste stehe weiterhin ein flächendeckender Bürokratieabbau.

(dw/dpa)
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