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NRW: Tochter zum Sex angeboten - Prozess gegen Vater startet nächste Woche

Tochter zum Sex angeboten : Prozess gegen Vater startet nächste Woche

Der Vater, der seine Tochter im Internet kostenlos zum Sex angeboten haben soll, muss sich in der kommenden Woche vor Gericht verantworten. Acht Männer hatten das Angebot angenommen. Einer meldete sich später bei der Polizei.

Der Vater, der seine minderjährige Tochter fremden Männern kostenlos zum Sex angeboten haben soll, steht in der kommenden Woche in Wuppertal vor Gericht. Das hat das Landgericht am Mittwoch mitgeteilt. Dem 50-Jährigen wird die Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger und sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen vorgeworfen.

Laut Anklage hat der Vater seine 15-jährige Tochter im Internet fremden Männern kostenlos zum Sex angeboten. Den Männern habe er vorgegaukelt, es handele sich um seine volljährige Freundin, die das so wünsche.

Seine Tochter habe er zuvor mit Strafandrohungen wie Handyentzug gefügig gemacht. Zudem soll er sie zum Konsum von Ecstasy und Alkohol ermutigt haben.

Bei insgesamt zehn Treffen soll die Tochter Sex mit fremden Männern gehabt haben. Der Vater sei dabei gewesen. Er hatte laut Anklage sexuelles Interesse an Männern, litt aber an einer sexuellen Störung.

Der Prozess beginnt am kommenden Dienstag. Das Gericht hat für den Fall bis 30. April insgesamt sechs Verhandlungstage geplant.

Der Vater lebte in Scheidung und allein mit seiner Tochter. Nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft hatte der Beschuldigte seine Tochter auf einer frei zugänglichen Internet-Handelsplattform angeboten. Ihm sei es darum gegangen zuzusehen, wie Fremde seine Tochter missbrauchten.

„Wir wissen zumindest von acht Männern, die auf das Angebot eingegangen sind“, hatte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert gesagt. Einer der acht Männer, ein 41-Jähriger, hatte Anzeige erstattet. Ihm sei das Ganze im Nachhinein seltsam vorgekommen.

Die Ermittler hatten E-Mails und Chatverläufe des Vaters ausgewertet und waren so auf die weiteren Männer gekommen. Vor dem Haftrichter hatte der 50-Jährige zu den Vorwürfen geschwiegen. Sein Verteidiger wollte am Mittwoch keine Stellungnahme abgeben.

(eh/dpa)