NRW-Steuerfahnder bespitzelt: Schweizer wegen Spionage zu Bewährungsstrafe verurteilt

NRW-Steuerfahnder bespitzelt : Schweizer wegen Spionage zu Haft auf Bewährung verurteilt

Ein Mann aus der Schweiz ist in Frankfurt zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden. Der Mann hatte gestanden, Details über die Steuerfahndung in NRW weitergegeben zu haben.

Ein Schweizer ist am Donnerstag in Frankfurt wegen geheimdienstlicher Tätigkeit in NRW zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden. In dem Spionageprozess vor dem Oberlandesgericht hatte der 54-Jährige ein Geständnis abgelegt. Demnach sollte er Details über Organisation und Arbeitsweise der Steuerfahndung in Nordrhein-Westfalen in Erfahrung bringen. Diese hatte wiederholt CDs mit den Daten deutscher Steuerbetrüger aufgekauft, die Kunden von Schweizer Banken waren.

Das Geständnis war Teil einer Absprache über das Strafmaß gewesen. In ihrem Plädoyer hatte die Bundesanwaltschaft in der vergangenen Woche eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung gefordert. Die Verteidigung hatte auf eine Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren plädiert.

(sef/lnw)
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