NRW-Städte tragen Beinamen - Raten Sie im Quiz die Zusatzbezeichnungen

Beinamen-Quiz : Wissen Sie, wo die „Klingenstadt“ liegt?

Gartenstadt, Universitätsstadt, Festspielstadt: Zahlreiche NRW-Städte geben sich Zusatznamen, um die lokale Identität zu stärken. Finden Sie im Quiz heraus, wie gut Sie sich in NRW auskennen.

„Orgelstadt“, „Tor zur Eifel“ und „Mähdrescherstadt“: Diese besonderen Bezeichnungen tragen die NRW-Kommunen Borgentreich, Roetgen und Harsewinkel. Seit einer Änderung der Gemeindeordnung im Oktober 2011 sind solche Städtebeinamen möglich. Nach Angaben des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung sollen zusätzliche Bezeichnungen auf Ortsschildern einen „Beitrag zur Identitätsstiftung und Gestaltung der Heimat“ leisten.

Bis heute haben 42 Kommunen in Nordrhein-Westfalen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, eine Zusatzbezeichnung zu führen. Allein im ersten Jahr nach der Änderung gaben sich 22 Städte einen Beinamen. Vor allem kleinere Kommunen nutzen diese Möglichkeit. Einen Trend gibt es nach Angaben des NRW-Heimatministeriums aber nicht.

Das erneuerte Gesetz erlaubt Gemeinden beispielsweise, Bezeichnungen zu führen, die auf der Geschichte oder einer heutigen Eigenart beruhen. Unterschieden werden folgende Typen:

Die Zusatzbezeichnung kann von der Gemeinde im Briefkopf und auf Behördenschildern geführt werden. Nach Beschluss müssen jedoch nicht sofort alle Schilder ausgetauscht werden. Der Stadtrat kann eine solche Änderung mit einer Dreiviertel-Mehrheit beschließen. Alle Vorschläge müssen jedoch noch vom NRW-Heimatministerium genehmigt werden.

Im Dezember 2017 bekamen NRW-Städte weitere Möglichkeiten: Seitdem ist auch die Übersetzung des Gemeindenamens in eine lokale oder regionale Mundart erlaubt. Von dieser Möglichkeit haben bislang drei Kommunen Gebrauch gemacht: Die Stadt Drensteinfurt im Münsterland gab sich die plattdeutsche Zusatzbezeichnung „Stewwert“, die Stadt Kreuzau schrieb als Beiname „Krözau“ und Rödinghausen ergänzte auf Schildern „Ränghuisen“. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Übersetzung sprachhistorisch in der Gemeinde verwurzelt und auf eine in der Region gesprochene Mundart zurückzuführen ist.

Das NRW-Heimatministerium toleriert bei Städtebeinamen keine Werbung. Bezeichnungen, „die nur werbende Schlagworte beinhalten“, werden demnach kritisch gesehen. Die Grenze zum Stadtmarketing sei fließend, weshalb das Ministerium „Irreführungen“ verhindern wolle.

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