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NRW-Schulministerin Gebauer verteidigt geändertes Testverfahren

Nach Kritik vieler Schulen : NRW-Schulministerin Gebauer verteidigt geändertes Testverfahren

Schulministerin Yvonne Gebauer hat die kurzfristigen Änderungen beim Corona-Testverfahren für Grundschüler in NRW gegen Kritik verteidigt. Das Test-System sei nicht gescheitert, erklärte die FDP-Politikerin.

Es sei aber von zwei Seiten angegriffen worden und habe geändert werden müssen. Zum einen seien die Infektionszahlen sprunghaft gestiegen und die Labore an ihre Grenzen gekommen. Zum anderen müsse sich NRW an den Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) von Montag halten. Demnach muss bei den als besonders genau geltenden PCR-Tests eine Konzentration auf bestimmte Gruppen erfolgen, also priorisiert werden.

Gebauer sagte, sie hätte sich gewünscht, dass auch das System Schule als systemrelevant und als Teil der kritischen Infrastruktur eingestuft werde - und somit unter die Priorisierung gefallen wäre. Sie bedauere, dass die MPK hier anders entschieden habe. Das hochwertige Pool-Testverfahren sei für die Grundschüler aber teilweise und für die Förderschüler vollständig erhalten geblieben. Schultestungen hätten bisher rund 45 Prozent der Labor-Kapazitäten beansprucht, erläuterte Gebauer.

Sie habe Verständnis für Kritik an den Anpassungen, die zusätzlichen Aufwand bedeuteten. Vorwürfe zur Kommunikation wies die Ministerin aber zurück. Sie habe schnellstmöglich gehandelt und informiert. In NRW laufe der Schulbetrieb auch weiterhin gut. Rund 93 bis 94 Prozent der Lehrkräfte seien im Dienst. Zwischen 95 und 99 Prozent der Schüler hätten in den vergangenen Wochen am Präsenzunterricht teilgenommen.

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Neu ist seit Mittwoch im Kern, dass bei Grundschülern im Falle eines positiven Pool-Ergebnisses der Schulklasse bei den Lolli-PCR-Tests nur noch mit Schnelltests nachgetestet wird. Bisher hatten Schüler zusätzlich noch einzelne PCR-Rückstellproben abgegeben, die bei einem positiven Pool-Ergebnis rasch in einem zweiten Schritt in den Laboren überprüft worden waren, um infizierte Kinder zu identifizieren. Das entfällt nun und wird durch ein anderes Verfahren auf Schnelltest-Basis ersetzt.

(bora/dpa)