NRW: Schuldenberg der Städte wächst auf 63 Milliarden Euro an

Bis zu 10.000 Euro pro Kopf : So verschuldet sind die Städte in NRW

Die Verschuldung der nordrhein-westfälischen Kommunen ist auf einen neuen Höchststand von knapp 63,5 Milliarden Euro gestiegen. Rein rechnerisch ergibt sich damit für jeden Einwohner des Landes eine Verschuldung von 3551 Euro.

Im vergangenen Jahr machten Städte, Gemeinden und Gemeindeverbände 1,5 Milliarden Euro neue Schulden, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch mitteilte.

Köln hat als größte Stadt des Landes mit rund 4,9 Milliarden Euro den größten Schuldenberg angehäuft. Schuldenfrei sind nur elf der 396 Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Das sind vor allem kleinere Gemeinden im Münsterland und am Niederrhein.

Die höchste Pro-Kopf-Verschuldung weist die Stadt Siegburg mit 10.000 Euro je Einwohner auf, gefolgt von den Ruhrgebietsstädten Mülheim und Oberhausen mit jeweils 9000 Euro. In der Gesamtverschuldung sind neben den Kernhaushalten der Kommunen auch die Verbindlichkeiten ausgegliederter Bereiche enthalten.

Der NRW-Landkreistag nannte die Zahlen "erschreckend". Die Entwicklung sei alarmierend, "weil die zusätzlichen Schulden in einer Zeit der Hochkonjunktur und damit eigentlich hoher kommunaler Einnahmen aufgelaufen sind", sagte der Hauptgeschäftsführer des Landkreistages, Martin Klein. Das Land müsse zur Bewältigung der hohen Kommunalverschuldung auch die Unterstützung des Bundes einfordern.

(cbo/lnw)
Mehr von RP ONLINE