Wintereinbruch in NRW Am Abend gibt es vielleicht ersten Schnee

Düsseldorf · Noch ist es trocken in Nordrhein-Westfalen, aber ab dem Abend können die ersten Schneeflocken fallen - allerdings nur in Lagen wie der Eifel oder dem Sauerland. Meteorologen warnen außerdem vor Glätte.

 Kalt ist es bereits in NRW, am Abend kann es erste Schneeflocken in der Eifel geben.

Kalt ist es bereits in NRW, am Abend kann es erste Schneeflocken in der Eifel geben.

Foto: dpa, Martin Gerten

Laut dem Deutschem Wetterdienst (DWD) gibt es im Bergland bereits Probleme mit Nebel, der bei den niedrigen Temperaturen gefriert. Dadurch können sich dicke Eisschichten bilden, die herabfallen können. "Schnee wird es in Nordrhein-Westfalen eventuell in den Abend- und Nachtstunden geben", sagte Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst unserer Redaktion. "Allerdings nur in bestimmten Regionen, wie der Eifel oder dem Sauerland und auch dort nur in sehr geringen Mengen."

Im Sauer- und Siegerland kam es bereits am Montag zu Verkehrsbehinderungen. Straßen und eine Bahnstrecke wurden gesperrt - allerdings nicht wegen Glätte, sondern wegen Eisbruch-Gefahr. Betroffen waren mehrere Landstraßen in den Hochlagen und eine Bahntrasse in Winterberg.

Was Bahnreisende und Autofahrer ärgert, freute die Liftbetreiber. In einigen Skigebieten in Winterberg wurden am Montagnachmittag die Schneekanonen nach der Sommerpause erstmals getestet. Nach Auskunft einer Sprecherin der Skigebiete ist aber wegen der hohen Luftfeuchtigkeit und der Temperaturen knapp unter Null Grad die Schneeausbeute gering. Es gehe vor allem um einen Testlauf, bei dem hoffentlich schon Schnee auf Vorrat für den Mitte Dezember geplanten Saisonstart produziert werden könne.

Reichlich Eis und Rauhreif hängt dafür aber durch Eisregen und Nebel in vielen Fichtenkronen. Bäume stürzten unter der Last um und fielen auf mehrere Landstraßen. Am Montag waren noch vier Straßen gesperrt. Außerdem sperrte die Bahn einen zehn Kilometer langen Streckenabschnitt Richtung Winterberg, um dort bis Donnerstag betroffene oder gefährdete Bäume zu fällen.

Frost und Glätte im Norden und im Bergland

"Das frühwinterliche Wetter wird uns in der kompletten Woche begleiten", erklärte Wolfgang Reiff, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst, am Montag. Die Sonne taucht in den nächsten Tagen nur sehr vereinzelt auf, sonnige Abschnitte gibt es nur in Ostwestfalen oder im Münsterland. "Es kann zu leichtem Frost kommen und besonders im Bergland kann das zu Glätte führen", warnte Reiff.

Am Dienstag ist vor allem im Norden und Nordosten des Landes sowie im Bergland stellenweise Glätte durch Reif oder gefrierende Feuchte bzw. in der Eifel auch durch gefrierenden Sprühregen möglich. Am Abend und in der Nacht zum Mittwoch, muss von der Eifel bis zum Sauerland mit Schneegriesel oder leichtem Schneefall gerechnet werden. Die Neuschneemengen sind aber gering, in der Eifel sind lokal ein bis zwei Zentimeter Neuschnee möglich.

(dpa/lnw)
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