NRW-Polizei testet neue Autos - mit der Familienkutsche auf Streife

NRW testet neue Polizeiautos: Mit der Familienkutsche auf Streife

NRW will neue Streifenwagen für die Polizei anschaffen. Beamte testen deshalb in den nächsten fünf Wochen mehrere Modelle. Über die alten Fahrzeuge hatte es zahlreiche Beschwerden gegeben.

Der Test beginnt damit, dass Innenminister Herbert Reul (CDU) die Schlüssel für die Testfahrzeuge an Polizisten übergibt. Es handelt sich um folgende Modelle:

Eines der Modelle könnte den BMW 318d (150 PS, Zwei-Liter-Dieselmotor) als Streifenwagen der NRW-Polizei ablösen. Zudem wird bereits seit Ende 2017 der Mercedes Vito getestet, der den VW T5 als Polizei-Van ablösen soll.

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Der 3er BMW stand von Beginn an bei der Polizei in der Kritik. Das Modell ist vielen Beamten zu klein und zu eng für den Polizeidienst. So schilderten Polizisten immer wieder, dass die Pistole im Gurt hängen bleiben würde, die Schutzhelme nicht ins Auto passten und das Fach für die Maschinenpistolen zu klein sei. Auch für die schweren Überzugswesen soll Stauraum fehlen. Eine polizeiinterne Mängelliste umfasste 25 Kritikpunkte. Im Spätherbst 2015 hatte der damalige Innenminister Ralf Jäger (SPD) bei der Vorstellung des neuen 3er BMWs erklärt, das Fahrzeug biete für den täglichen Dienst ein Höchstmaß an Sicherheit.

Bereits seit Ende 2017 wird der Mercedes Vito getestet, der als Polizei-Van dienen könnte. Foto: dpa, ve fgj

Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) hatte 1845 Dienst-BMW bestellt. Die Leasingkosten betragen rund 21 Millionen Euro.

Der 3er BMW soll als Streifenwagen abgelöst werden. Foto: dpa, fg pzi
(csh)
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