NRW: Polizei nimmt 16 Tatverdächtige bei Razzien wegen Drogenhandel fest

Großrazzien in NRW : Polizei nimmt 16 Tatverdächtige wegen Drogenhandel fest

Die Polizei ist am Donnerstag und Freitag in mehreren NRW-Städten gegen Drogenhändler vorgegangen. Bei Razzien wurden Geschäftsräume durchsucht, es gab zahlreiche Festnahmen.

Mit einem Großeinsatz ist die Polizei im Sauerland gegen Drogenkriminelle vorgegangen. Zehn Wohnungen und zwei Shishabars im Märkischen Kreis wurden am Freitag durchsucht und sieben Tatverdächtige vorläufig festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Hagen und die Polizei mitteilten. Ein Verdächtiger ist noch flüchtig.

Bei der Durchsuchungsaktion am Freitag in Werdohl und Neuenrade wurden unter anderem eine Hanfplantage mit mehr als 200 Pflanzen, mehrere Fässer mit bereits geerntetem Marihuana sowie weitere anderthalb Kilogramm Marihuana entdeckt. Zudem fanden die Beamten eine "Amphetaminküche" mit zahlreichen Gerätschaften zur Herstellung von Betäubungsmitteln sowie eine nicht geringe Menge der Droge. Zuvor hätten sich Hinweise verdichtet, die auf kriminelle Strukturen hindeuteten.

Am Tag zuvor hatte die Polizei Dortmund nach mehreren Monaten verdeckter Ermittlungsarbeit eine Gruppe von Drogenhändlern durchsucht. In Dortmund, Lünen, Herten, Hagen und den Niederlanden durchsuchten die Beamten mit Unterstützung von Angehörigen der Spezialeinheiten 25 Wohnungen, eine Gaststätte sowie 30 Fahrzeuge.

Die Einsatzkräfte nahmen dabei neun Personen im Alter von 20 bis 52 Jahren fest, gegen die Haftbefehle erwirkt worden waren. Ein 39-Jähriger versuchte sich der Festnahme noch durch Flucht zu entziehen. Dies konnten die Einsatzkräfte jedoch unterbinden. Sieben Männer wurden zusätzlich vorübergehend in Gewahrsam genommen und erkennungsdienstlich behandelt. Ein Polizist wurde bei dem Einsatz im Rahmen eines Widerstands leicht verletzt.

Den Tatverdächtigen, die zum Teil libanesischen Clans zugeordnet werden können, wird vorgeworfen, Betäubungsmittel - vor allem Kokain - teils aus den Niederlanden eingeführt und damit in Dortmund Handel getrieben zu haben. Die akribischen Ermittlungen der Kriminalpolizei führten zu den vollstreckten Durchsuchungs- und Haftbefehlen.

In den durchsuchten Objekten wurden unter anderem nicht geringe Mengen von Kokain und Marihuana, eine geringe Menge Haschisch, mehr als 70 Mobiltelefone, mehrere Speichermedien, hochwertige Uhren sowie über 300.000 Euro Bargeld sichergestellt.

(mba/AFP)
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