Stillegung gefordert Ostermärsche in NRW starten mit Protest gegen Urananlage in Gronau

Gronau · Bis Montag finden in NRW einige Ostermärsche statt. Am Karfreitag wurde der Start eingeläutet. Dabei steht der Protest gegen eine Urananlage im Münsterland im Fokus.

 „Ostermarsch“ steht während der Abschlusskundgebung der Ostermärsche 2022 auf einem Banner (Archivfoto).

„Ostermarsch“ steht während der Abschlusskundgebung der Ostermärsche 2022 auf einem Banner (Archivfoto).

Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Mit einer Schweigeminute für die Opfer von Kriegen und einer Kundgebung haben am Freitag im münsterländischen Gronau die diesjährigen Ostermärsche der Friedensbewegung in Nordrhein-Westfalen begonnen. Unter dem Motto „Energiewende & Frieden statt Urananreicherung & Krieg“ wollten die rund hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschließend zu Fuß zur nahegelegenen Urananreicherungsanlage ziehen und deren Stilllegung fordern.

Bei einer Abschlusskundgebung am Nachmittag waren Reden von Friedensaktivisten aus der Region und einem Vertreter der niederländischen Friedensbewegung geplant, wie ein Sprecher der Veranstalter dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte. „Wir demonstrieren gegen das internationale Wettrüsten, gegen Urananreicherung und Atomwaffen, gegen jegliche Nutzung der Atomenergie im In- und Ausland und gegen das Weiterlaufen der fossilen Klimakiller.“

Bei der Kundgebung wurde auf die militärische Brisanz der einzigen Urananreicherungsanlage in Deutschland hingewiesen, die vom Konzern Urenco betrieben wird. „Wir sind sehr besorgt, weil in der Ukraine Atomkraftwerke das Ziel von Angriffen der russischen Truppen sind, in deren Brennelementen auch angereichertes Uran der Urenco enthalten ist“, hieß es.

Weitere Ostermärsche folgen in NRW bis Montag. Am Samstag beginnt in Duisburg der dreitägige Ostermarsch Rhein-Ruhr, der am ersten Tag unter anderem auch nach Wuppertal, Köln und Düsseldorf führt. Die Abschlussveranstaltung findet am Ostermontag in Dortmund statt. Die Veranstalter erwarten insgesamt mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer als im vergangenen Jahr.

(mzu/epd)
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