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NRW: Mundschutz darf bei Kontakt mit Schwerhörigen abgenommen werden

Ausnahme von der Corona-Schutzverordnung für NRW : Mundschutz darf bei Kontakt mit Schwerhörigen abgenommen werden

Menschen mit einer Beeinträchtigung des Gehörs sind darauf angewiesen, den Mund ihres Gegenübers zu sehen. Damit das auch trotz Maskenpflicht gelingt, macht die Corona-Schutzverordnung für NRW hier eine Ausnahme.

Im Kontakt mit schwerhörigen Menschen dürfen etwa Verkäufer im Supermarkt ihren Mundschutz kurzfristig abnehmen, wenn ihr Gegenüber sie sonst nicht richtig versteht. Darauf hat die Beratungsstelle Essen des Deutschen Schwerhörigenbundes NRW am Mittwoch aufmerksam gemacht. Durch den Mundschutz leide die Sprachverständlichkeit, und das Mundbild des Gesprächspartners sei nicht mehr sichtbar. Damit werde für viele Schwerhörige die Grenze des „Gerade-noch-zurecht-Kommens“ überschritten, teilte die Beratungsstelle mit.

Für Hörbeeinträchtigte gebe es deshalb bei der Mundschutzpflicht der Corona-Schutzverordnung NRW Ausnahmen. Ein ausführlicher Nachweis der Schwerhörigkeit etwa per Ausweis sei dabei nicht nötig, es genüge die „plausibele Darlegung“ - etwa durch den Hinweis auf ein Hörgerät.

(chal/dpa)