NRW: Kuriose Straßennamen - Quiz zu Köln, Düsseldorf, Duisburg

Quiz : Kennen Sie diese kuriosen Straßennamen in NRW?

Wer würde nicht gerne „In der Wüste“ oder „An der Schlanken Mathilde“ wohnen? In Nordrhein-Westfalen gibt es zahlreiche kuriose Straßennamen. Testen Sie Ihr Wissen in unserem Quiz.

„Wo wohnst du?“ - „Am Rhabarberschlitten.“ Was wie ausgedacht klingt, ist Realität im beschaulichen Kölner Stadtteil Zündorf. Lokalpolitiker in der Bezirksvertretung Porz haben entschieden, der neuen Stichstraße diesen ungewöhnlichen Namen zu geben.

Die Straße in Köln ist mit ihrem kuriosen Namen in Nordrhein-Westfalen keineswegs ein Einzelfall. Wissen Sie, welche Straßennamen es in anderen Städten und Gemeinden gibt? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Quiz!

Der Name „Am Rhabarberschlitten“ stammt übrigens von der Kleinbahn, dem Vorläufer der heutigen Stadtbahn-Linie 7, die früher in der Gegend fuhr. Nach Angaben der Stadt Köln nutzten damals zahlreiche Menschen die Bahn, um Obst und Gemüse, darunter unter anderem auch Rhabarber, zu transportieren. Im Volksmund wurde die Bahn daher „Rhabarberschlitten“ genannt.

Einer Datenanalyse des Westdeutschen Rundfunks aus dem Jahr 2017 zufolge gibt es mehr als 96.000 unterschiedliche Straßennamen in NRW. Diese sind demnach verteilt auf etwa 200.000 Straßen und Wege im gesamten Bundesland. Der häufigste Straßenname in Nordrhein-Westfalen ist laut der Auswertung die „Gartenstraße“. Sie ist an 340 Orten vertreten.

Nicht immer ist die Herkunft der Straßennamen geklärt, doch oft sorgen sie bei Besuchern für ein Schmunzeln. Zu den kuriosen Namen zählen etwa der „Scheideweg“ in Düsseldorf, „Bremsen“ in Leichlingen und „An der Schlanken Mathilde“ in Dortmund. In Leverkusen kann man gar „In der Wüste“ wohnen, in Essen in der „Tangabucht“.

Wie werden Straßennamen in NRW vergeben?

Nach welchem Prozedere Straßennamen vergeben werden, erklärt die Stadt Münster auf ihrer Webseite. Die Bezirksvertretungen oder der Rat der Stadt Münster beschließen die neuen Namen. Gemäß der Hauptsatzung der Stadt sind Neu- und Umbenennungen von Straßen, Wegen und Plätzen Aufgabe der jeweiligen Bezirksvertretung. Zuständig ist das Vermessungs- und Katasteramt. Eine Ausnahme dieser Regelung gibt es bei „besonders bedeutenden Straßennamen“ - dann entscheidet der Stadtrat. Sonderfälle sind demnach Benennungen nach Partnerstädten, Ehrenbürgern oder Oberbürgermeistern.

Nicht nur Ratsmitglieder können einen Antrag auf Neu- oder Umbenennung stellen, sondern auch jeder Bürger. In der Gemeindeordnung NRW heißt es dazu: „Jeder hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Anregungen oder Beschwerden in Angelegenheiten der Gemeinde an den Rat oder die Bezirksvertretung zu wenden.“

Details zu den Vorgaben gibt es etwa in den Lagebezeichnungsrichtlinien der Stadt Mönchengladbach. Demnach soll es möglichst wenig Straßennamen geben. Außerdem gelten folgende Bedingungen:

  • „Der Straßenname soll möglichst klar und einprägsam sein.“
  • „Gleichklingende Namen sind zu vermeiden.“
  • „Straßennamen sollen aus höchstens 25 Zeichen einschließlich der notwendigen Zwischenräume bestehen.“
  • „Für die Schreibweise der Namen gelten die Regeln der deutschen Rechtschreibung.“