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NRW: Jeder fünfte Bahnhof im VRR-Gebiet ist in „inakzeptablem Zustand“

Graffiti, Müll und Mängel : Jeder fünfte Bahnhof im VRR-Gebiet ist in „inakzeptablem Zustand“

Immer mehr Bahnhöfe im VRR-Gebiet haben gravierende Mängel. Vor allem Graffiti sorgen bei den Fahrgästen für einen schlechten Eindruck. Immerhin gab es 2018 bei der Sauberkeit wenig zu meckern.

Im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr haben Tester 2018 bei jedem fünften Bahnhof und Haltepunkt gravierende Mängel festgestellt. 61 der insgesamt 296 Stationen seien in einem inakzeptablen Zustand, teilte der VRR am Dienstag in Gelsenkirchen mit. 2016 waren es erst 39 Stationen mit erheblichen Mängeln, 2017 dann 54. „Leider sind es immer wieder S-Bahn-Stationen, die besonders schlecht abschneiden“, erklärte VRR-Vorstandssprecher Ronald Lünser laut einer Mitteilung. „Noch akzeptabel“ waren 110 Stationen, „akzeptabel“ die übrigen 125.

Anlass war die Vorlage des Stationsberichts 2018. Darin bewertet der VRR den aktuellen Zustand der Bahnhöfe im Verbundgebiet. Eigentümerin der Bahnhöfe und Haltepunkte ist zumeist die Deutsche Bahn Station&Service AG. Lediglich acht Stationen gehören der Regiobahn GmbH, hinter der mehrere Kommunen aus dem Raum Düsseldorf/Neuss stehen.

Entscheidend für die schlechten Bewertungen seien erneut Graffiti in den Zugangsbereichen und an den Bahnsteigen gewesen. „Sie tragen erheblich dazu bei, dass Fahrgäste einen negativen Eindruck von einer Station gewinnen“, hieß es. In Sachen Sauberkeit habe es dagegen wenig zu bemängeln gegeben. „Lediglich einige S-Bahn-Stationen waren mit Müll verschmutzt.“

Die Deutsche Bahn gelobte Besserung: „Wir wollen im nächsten Jahr wieder besser abschneiden“, erklärte der Regionalbereichsleiter der DB Station&Service, Stephan Boleslawsky, auf Anfrage. Der Bericht mache deutlich, dass es weiterhin Stationen mit Optimierungspotenzial gebe. Die Bahn verwies auf das laufende Modernisierungsprogramm, bei dem zwischen 2016 und 2023 Land, Eisenbahnunternehmen und Deutsche Bahn rund eine Milliarde Euro in die Modernisierung von Bahnhöfen stecken.

(mba/dpa)