NRW: In diesen Seen gibt es Badeverbote wegen Blaualgen

Badeverbote : In mindestens drei NRW-Seen gibt es Blaualgen

In mindestens drei Seen in Nordrhein-Westfalen hat es in den vergangenen Wochen nach einer Analyse von Umweltschützern Badeverbote wegen Blaualgen gegeben. Das Verschlucken des Wassers kann zu Durchfall und Erbrechen führen.

Bundesweit gab es zwischen Juli und Mitte August 32 Badeverbote wegen der Blaualgen, die Mensch und Tier schaden können, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz (Bund) am Dienstag mit. Die Zahlen ermittelten die Naturschützer aus Online-Presseberichten und über die Webseiten der einzelnen Bundesländer.

Die Zahl der Blaualgen-Vorkommen ist in den vergangenen Jahren bundesweit laut einer Anfrage der Grünen an die Bundesregierung rasant angestiegen. In NRW gab es die drei Verbote in Duisburg, Petershagen und Mülheim an der Ruhr. Für fünf weitere Gewässer gab es Badewarnungen, unter anderem in Bochum. Im vergangenen Sommer musste auch der Nordstrand am Unterbacher See in Düsseldorf für knapp zwei Wochen wegen Blaualgen schließen - in diesem Jahr ist die Wasserqualität dort besser.

Blaualgen sind Cyanobakterien. In der Regel führen zu viele Nährstoffe in Seen zur Bildung von Blaualgen im Wasser - vor allem in Verbindung mit hohen Temperaturen. Die Nährstoffe gelangen oft durch intensive Düngung in der Landwirtschaft in die Gewässer. Insbesondere Kleinkindern und Menschen mit geschwächtem Immunsystem raten Behörden vom Baden in Seen mit Blaualgen-Vorkommen ab. Das Verschlucken des Wassers kann zu Durchfall und Erbrechen führen. Tiere können nach dem Trinken an den Folgen der Vergiftung sterben.

(hsr/dpa)
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