NRW führt neue Polizei-Spezialeinheiten ein

Robusteres Auftreten: NRW führt neue Polizei-Spezialeinheiten ein

Robust und schlagkräftig sollen sie sein: Mit neuen Hundertschaften will die NRW-Polizei bei Ausschreitungen künftig durchgreifen. Sie sollen in Bochum, Wuppertal und Köln stationiert werden.

Das kündigte NRW-Innenminister Herbert Reul am Dienstag (CDU) an. Die sogenannten "Beweissicherungs-und Festnahmeeinheiten" sollen bei Demonstrationen, Razzien oder Ausschreitungen am Rande von Fußballspielen zum Einsatz kommen.

Hauptaufgabe werde die Beweissicherung sowie die Festnahme von Störern und gewalttätigen Straftätern sein. Vergleichbare Einheiten existierten bereits bei der Bundespolizei und in 15 der 16 Landespolizeien. "Nicht zuletzt die Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg haben gezeigt, wie wichtig Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten in besonderen Einsatzlagen sind", so der Minister.

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Die Beamten müssten besondere Anforderungen bei der körperlichen Leistungsfähigkeit erfüllen. Die Umstrukturierung soll bis zum September 2021 abgeschlossen sein. Die Gewerkschaft der Polizei begrüßte die Entscheidung. Damit werde bei der Strafverfolgung eine Lücke geschlossen.

(lsa/lnw)
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