1. NRW
  2. Panorama

NRW bietet Schulunterricht in zentralen Flüchtlingseinrichtungen an

Mathe und Naturwissenschaften : NRW bietet Schulunterricht in zentralen Flüchtlingseinrichtungen an

Durch das Bildungsangebot sollen insbesondere die deutsche Sprache und bei Bedarf die Alphabetisierung sowie Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in Mathematik, Gesellschaftslehre und Naturwissenschaften vermittelt werden.

Das Land NRW möchte in allen zentralen Landesunterbringungseinrichtungen für Flüchtlinge Unterricht für die dort lebenden Kinder und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter anbieten. Die erste Einrichtung in Münster beginnt am 17. August mit dem Angebot, wie das Schul- sowie das Flüchtlingsministerium am Freitag in Düsseldorf mitteilten. Die Landesunterbringungseinrichtung in Bad Driburg (Kreis Höxter) werde dann zeitnah folgen, hieß es. Die Ausweitung des Angebots auf alle Einrichtungen im Land erfolge dann „sukzessive“.

Durch das Bildungsangebot sollen insbesondere die deutsche Sprache und bei Bedarf die Alphabetisierung sowie Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in Mathematik, Gesellschaftslehre und Naturwissenschaften vermittelt werden, teilte das Land mit. Zusätzliche Lehrerstellen würden dafür geschaffen. Der Unterricht findet durch ausgebildete Lehrkräfte statt und ergänzt vorhandene Bildungsangebote im Bereich Kunst, Musik und Sport.

„Bildung ist das Fundament für ein freiheitliches und selbstbestimmtes Leben. Mit dem Unterricht möchten wir Kindern und Jugendlichen in den Landeseinrichtungen unabhängig von ihrer Bleibeperspektive zeitnah nach ihrer Einreise ein schulnahes Bildungsangebot machen“, sagte Kinder- und Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP). Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) unterstrich, dass Kinder und Jugendliche durch die Förderung der deutschen Sprache eine wichtige Unterstützung erhielten, „um Sprachbarrieren zu überwinden, damit sie sich in der für sie noch neuen Umgebung besser orientieren können“.

(epd)