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NRW: Barbershop-Razzia der Polizei - SPD stellt Anfrage im Landtag

Anfrage im NRW-Landtag : Kutschaty nennt Barbershop-Razzien „medienwirksame Inszenierungen“

Die Clan-Spezialisten der Essener Polizei wollen dieses Jahr Barbershops in den Fokus nehmen. Die SPD kritisiert die angekündigten Razzien als „medienwirksame Inszenierungen“. Was ist wirklich los in den Friseurläden? Das will die Opposition jetzt im Landtag klären.

Dass die Polizei in Essen im Kampf gegen Clankriminalität verstärkt Barbershops unter die Lupe nehmen will, ruft die Opposition im NRW-Landtag auf den Plan. Die SPD will im Rechtsausschuss wissen, welche Erkenntnisse die Ermittler tatsächlich haben. Fraktionschef Thomas Kutschaty nannte im „Spiegel“ die angekündigten Barbershop-Razzien „medienwirksame Inszenierungen“.

Die Essener Polizei hatte vergangene Woche von 20 neu eröffneten Barbershops berichtet, die sich in „einschlägigen Vierteln“ befänden. Daher gehe man davon aus, „dass es da Bezüge zur Clankriminalität gibt“, sagte ein Polizeisprecher. Die Friseurgeschäfte seien daher in den „Kontrollfokus“ gerückt und „das Thema“ dieses Jahr, erklärte der Polizeisprecher weiter. Dass in Läden Geld gewaschen werden könnte, „können wir nicht ausschließen, aber eben auch noch nicht nachweisen.“

Kutschaty sagte in diesem Kontext dem „Spiegel“, Innenminister Herbert Reul (CDU) sei „der Öffentlichkeit Rechenschaft schuldig, über welche konkrete Faktenlage er verfügt“. Diese Frage will die SPD auch im Rechtsausschuss am kommenden Mittwoch beantwortet bekommen. Die Abgeordnete Sonja Bongers habe eine entsprechende Dringliche Anfrage vorbereitet, hieß es aus der Fraktion.

(mba/dpa)